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GOÄ-Ratgeber: Dermatologische kosmetische Laserbehandlung und Arztvorbehalt

Dtsch Arztebl 2019; 116(50): A-2368 / B-1944 / C-1884

Gorlas, Stefan

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Im GOÄ-Ratgeber „Dermatologische Laserbehandlung, Delegation und Abrechnung“, publiziert im Deutschen Ärzteblatt (DÄ 35-36, 2019), war ausgeführt worden, dass nach der Rechtsprechung eine Laserbehandlung im Rahmen der Heilkunde nur von einem Arzt (oder einem Heilpraktiker) bzw. von einer Arzthelferin unter Assistenz des Arztes oder unter dessen unmittelbarer Aufsicht und Weisung erbracht werden darf.

Dort war auch die Empfehlung der Strahlenschutzkommission aus ihrer Sitzung vom 11. und 12. Februar 2016 dargelegt worden, wonach, im Gegensatz zu einer früheren Publikation dieser Kommission, derartige Behandlungen außerhalb der Heilkunde, mithin ästhetische und kosmetische Behandlungen mit Lasern und anderen optischen Strahlungsquellen, unter der Voraussetzung bestimmter Qualifikationen des Leistungserbringers auch von Nichtapprobierten erbracht werden dürfen.

Aber auch diese kosmetischen und ästhetischen Behandlungen mit Lasern und anderen optischen Strahlungsquellen stehen, nach Beschluss des Bundeskabinetts und Zustimmung des Bundesrates, durch die „Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV)“, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt vom 5. Dezember 2018, zukünftig in nicht unerheblichem Maße unter einem Arztvorbehalt.

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Nach § 5 Abs. 2 der vorgenannten Verordnung dürfen ablative Laseranwendungen oder Anwendungen, bei denen die Integrität der Epidermis als Schutzbarriere verletzt wird, die Behandlung von Gefäßveränderungen und pigmentierten Hautveränderungen, die Entfernungen von Tätowierungen oder Permanent Make-up sowie Anwendungen mit optischer Strahlung, deren Auswirkungen nicht auf die Haut oder ihre Anhangsgebilde beschränkt sind, wie die Fettgewebsreduktion, zukünftig nur von approbierten Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender ärztlicher Weiterbildung oder Fortbildung durchgeführt werden. Insofern dürfen nur entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte, und auch keine Heilpraktiker, derartige Behandlungen durchführen und abrechnen.

Dieser Arztvorbehalt tritt am 31. Dezember 2020 in Kraft. Dr. med. Stefan Gorlas

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