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IT-Ratgeber: Tele­ma­tik­infra­struk­tur – Wer informiert die Patienten?

Dtsch Arztebl 2019; 116(45): A-2098 / B-1718 / C-1678

KBV

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Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur ist in den Praxen angekommen. Der Großteil der Arzt- und Psychotherapeutenpraxen ist inzwischen an das digitale Gesundheitsnetz angebunden. Auch wenn sich für Patientinnen und Patienten bisher kaum etwas geändert hat, ist es wichtig, dass sie über die Anwendungen und den Datenschutz informiert sind – laut § 291a Abs. 3 Satz 3 des SGB V muss die Krankenkasse die Versicherten mit allen wichtigen Informationen rund um die eGK versorgen. Bei Fragen zur eGK darf die Praxis dementsprechend auf die Krankenkasse verweisen.

Probleme mit eGK kann nur Krankenkasse lösen

Relevant ist das zum Beispiel beim Abgleich der Versichertenstammdaten (VSDM). Hier kann es nun dazu kommen, dass eine eGK abgelehnt wird, weil das Versichertenverhältnis oder die Karte selbst abgelaufen ist. Dies trifft den Patienten möglicherweise völlig unvorbereitet. Die Praxis kann ihn – sofern das Versichertenverhältnis besteht – trotzdem behandeln, sie muss das Ersatzverfahren anwenden. Welches Problem genau mit seiner eGK besteht, darüber kann ihm dagegen nur seine Krankenkasse Auskunft erteilen.

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Daten auf der eGK

An den Daten, die auf der eGK über die Versicherten gespeichert sind, hat sich mit der TI-Einführung grundsätzlich nichts geändert. Das sind noch keine medizinischen, sondern Verwaltungsinformationen wie Vor- und Familienname oder die Krankenversichertennummer. Zukünftig könnten auf der Karte für das VSDM weitere Daten gespeichert werden, beispielsweise der Zuzahlungsstatus des Versicherten. Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten auf Nachfrage darüber informieren, welche Daten auf der eGK gespeichert sind und wann es Aktualisierungen im Rahmen von VSDM gegeben hat. Die Praxis ist dabei anonymisiert, sodass die Krankenkasse nicht erkennen kann, welchen Arzt oder Psychotherapeuten der Versicherte aufgesucht hat.

Auskunftsrecht bei medizinischen Anwendungen

Auch der elektronische Medikationsplan und der Not­fall­daten­satz können künftig auf der eGK gespeichert werden. Beide Anwendungen sind für die Versicherten freiwillig; die Daten dürfen nur dann auf der eGK gespeichert oder gelesen werden, wenn sei dem zugestimmt haben.

Auch hier haben die Versicherten das Recht zu erfahren, wer wann auf die auf ihrer Karte gespeicherten Daten zugegriffen hat. Hierzu werden die letzten 50 Zugriffe (lesend oder schreibend) auf der eGK dokumentiert. Auf diese Möglichkeit der Einsichtnahme muss die Krankenkasse ihre Versicherten hinweisen. Die Krankenkasse kennt jedoch keine Inhalte des Not­fall­daten­satzes oder Medikationsplans.

Informationen für Patienten

Neben Informationen der Krankenkassen hat auch die KBV eine Patienteninformation zum VSDM bereitgestellt, die Ärzte und Psychotherapeuten ausdrucken und nutzen können. Zudem gibt es einen Aufsteller und ein Praxisposter, das Patienten darauf aufmerksam machen soll, stets nur die aktuelle eGK mit in die Praxis zu bringen. Auch die Gematik hält ein Informationsangebot zur eGK für Versicherte vor. KBV

www.deine-gesundheitskarte.de

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