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Rheumatologie: Aktualisierte S3-Leitlinie zu Morbus Bechterew erschienen

Dtsch Arztebl 2019; 116(45): A-2099 / B-1719

Hillienhof, Arne

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Die Symptome von Morbus Bechterew unterscheiden sich zu Beginn nur schwer von unspezifischem Kreuzschmerz. Foto: Science Photo Library/CNRI
Die Symptome von Morbus Bechterew unterscheiden sich zu Beginn nur schwer von unspezifischem Kreuzschmerz. Foto: Science Photo Library/CNRI

Die axiale Spondyloarthritis (SpA), auch bekannt unter dem Namen Morbus Bechterew, bleibt aufgrund ihrer unspezifischen Symptome besonders in ihrer frühen Form häufig lange unerkannt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hin.

Die im Jahr 2013 publizierte S3-Leitlinie habe bereits dazu beigetragen, dass sich die Versorgungsqualität in Deutschland gebessert habe. „Innerhalb von 20 Jahren ist der Anteil der Patientinnen und Patienten, die innerhalb eines Jahres die SpA-Diagnose erhalten haben, von 30 auf 50 Prozent angestiegen“, erläuterte Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne.

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Die aktualisierte S3-Leitlinie „Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen“ soll jetzt mithelfen, den Zeitraum bis zur Diagnose weiter zu verkürzen. Sie betont zudem das interdisziplinäre Vorgehen bei der Behandlung.

Ein Problem sei, dass chronische Rückenschmerzen bei SpA-Patienten häufig als unspezifische Kreuzschmerzen fehlgedeutet würden, es komme dann weder zu einer klaren Diagnose noch zu einer effektiven Therapie. In ihrer frühen Form sei die SpA aber nur schwer von unspezifischem Kreuzschmerz zu unterscheiden – es gilt daher, potenziell gefährdete Patienten aus einer sehr großen Gruppe von Menschen mit Rückenleiden herauszufiltern. Laut Leitlinie sind daher bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT für eine abschließende Diagnose unerlässlich. Diese sollte zudem immer rheumatologisch gesichert werden.

Erste Anzeichen, die unspezifischen Rückenschmerz von SpA unterscheiden, seien nächtliche Schmerzen, ein morgensteifer Rücken und die Beobachtung, dass die Schmerzen durch Bewegung und nicht etwa durch Ruhe nachlassen. Die weitere Behandlung sollte dann in Absprache mit einem Rheumatologen erfolgen. Er kann die Therapie mit Ärzten anderer Fachrichtungen abstimmen, da SpA nicht selten beispielsweise mit Haut- oder Darm­er­krank­ungen einhergeht. hil

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