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Konzept für nationales Gesundheitsportal veröffentlicht

Mittwoch, 14. Februar 2018

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat einen Konzeptentwurf für ein nationales Gesundheitsportal veröffentlicht. Das Portal soll für alle Bürger zum zentralen deutschen Internetangebot zum Thema Gesundheit werden. Laut IQWiG soll das Portal verlässliche Informationen zu Gesundheits- und Präventionsfragen bündeln.

Zwar gibt es dem Institut zufolge im Internet bereits gute Informationen. Befragungen hätten aber gezeigt, dass Nutzer große Schwierigkeiten hätten, verlässliche Angebote herauszufiltern. Ein weiteres wichtiges Ziel des Portals ist es, Menschen mit geringerer Gesundheitskompetenz einen vereinfachten Zugang zu telefonischen und persönlichen Beratungsangeboten zu ermöglichen. „Diese Navigationshilfe zu Beratungsangeboten ist ebenso wichtig wie die Sammlung guter Gesundheitsinformationen“, sagte Klaus Koch, Leiter des Ressorts Gesundheits­information im IQWiG.

Content-Partner vorgesehen

Der Konzeptentwurf sieht vor, dass die Inhalte des Portals von „Content-Partnern“ bereitgestellt werden. Die Content-Partner müssen dem Institut zufolge Anforderungen an Transparenz und – modulspezifisch – an Qualitätssicherung erfüllen und ein Akkreditierungsverfahren durchlaufen. Für den Start des Portals sieht der Entwurf Mindeststandards vor, die dann im Dialog mit den Beteiligten und im Laufe einer definierten Frist angehoben und vereinheitlicht werden.

Laut Konzept soll das Portal zudem stufenweise auf- und ausgebaut werden. So wären einerseits erste Inhalte frühzeitig nutzbar, andererseits ließe sich das Angebot sukzessive erweitern. Als erste Stufe empfiehlt das IQWIG eine Suchmaschine, die ausschließlich die Inhalte akkreditierter Content-Partner erfasst und den Nutzern dem Stand der Technik entsprechende Trefferlisten liefert. Die Treffer verweisen anfangs auf die externen Angebote der Partner. Die Suchmaschine wird danach schrittweise ergänzt durch inhaltliche Module. Das Portal stellt dann selbst Informationen zur Verfügung und verknüpft die Inhalte der Module miteinander.

Bis zum 13. März können interessierte Personen und Institutionen zu diesem Konzeptentwurf schriftlich Stellung nehmen. Das IQWiG wird die Stellungnahmen nach Ablauf der Frist sichten und in die Endfassung des Konzepts einfließen lassen.

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