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Raumfahrtzentrum unterstützt Vereinte Nationen im Kampf gegen Hunger

Freitag, 21. April 2017
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Oberpfaffenhofen – Im Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit in der Welt will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus der Luft helfen. Die Experten aus Oberpfaffenhofen bei München unterstützen das Welternährungsprogramm der Verein­ten Nationen bei der satellitengestützten Risikokartierung und Früherkennung von kriti­schen Entwicklungen.

Im Fokus der Beobachtung stehen laut Mitteilung von gestern Vegetation, Dürre, Land­nut­zungsänderungen, Erosion sowie die Abtragung wertvoller Humusschichten bei star­kem Regen. Nicht zuletzt durch den Klimawandel verschärfe sich die Gefahr von Ernte­ausfällen aufgrund von extremen Dürreperioden oder Überschwemmungen.

Bei dem Projekt „Spatial Risk Calendar“ (SPARC) sollen räumlich oder zeitlich wieder­kehrende Umweltrisiken frühzeitig aufgedeckt und genauer vorhergesagt werden, um Hilfsmaßnahmen ableiten zu können.

Dazu nutzen die DLR-Experten, gefördert durch das Auswärtige Amt, neben den ameri­ka­nischen Landsat-Satelliten vor allem die Satelliten des europäischen Erdbeobach­tungs­programms Copernicus. So ist der Satellit „Sentinel-2B“ erst vor wenigen Wochen gestartet und beobachtet mit seinem Zwilling „Sentinal-2A“ im Fünf-Tage-Takt Verände­rungen der Landoberfläche und der Vegetation.

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