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Alzheimer: Proteininhibition könnte Toxizität von Amyloid verringern

Freitag, 17. März 2017
Neuron mit Amyloid-Plaques /Juan Gärtner, stock.adobe.com

Edinburgh – Die Inhibition eines Proteins, welches indirekt die Bildung und Toxizität von Beta-Amyloid im Gehirn beeinflusst, könnte künftig einen neuen Ansatz in der Alzhei­mer­therapie bieten. Das berichten Forscher der Edinburgh Napier University um Erst­autorin Fiona Kerr in PLOS Genetics (2017; doi: 10.1371/journal.pgen.1006593).

Viele experimentelle therapeutische Ansätze in der Alzheimertherapie konzentrieren sich auf die Reduktion des Beta-Amyloids im Gehirn. Dem Amyloid wird eine direkt neuro­toxische Wirkung zugeschrieben, die an der Progression der Erkrankung beteiligt ist. Eine möglicher Ansatz ist die Aktivierung des Transkriptionsfaktors Nrf2. Die Menge von Nrf2 ist in den Hirnzellen von Alzheimerpatienten häufig erniedrigt.

Nrf2 stößt die Trans­kription von Genen an, welche die Zelle gegen oxidativen Stress schützen. Das Protein ist jedoch eher instabil und in der Zelle nur über kurze Zeiträume aktiv. Eine verstärkte Aktivität von Nrf2 könnte Zellen vor oxidativem Stress schützen. Eine direkte Aktivierung des Proteins zeigte jedoch in experimentellen Studien eine toxische Überaktivität.

In ihrer Studie wählten die Forscher einen anderen Ansatz. Statt Nrf2 direkt zu aktivie­ren, analysierten sie die Regulation des Proteins an Fruchtfliegen. Nrf2 wird durch das Protein Keap1 im Zytoplasma gehalten. Keap1 beschleunigt so den Abbau von Nrf2.

Im Modellsystem zeigte sich, dass die Bildung von Beta-Amyloid die Aktivität von Nrf2 senkte und so die Neuronen anfällig für oxidative Schäden machte. Durch einen gene­tischen Knockout von Keap1 blieb die Nrf2-Menge in den Zellen normal und verhinderte so die toxischen Effekte des Beta-Amyloids.

Für ein In-Vitro-Modell mit Mausneuronen entwickelten die Wissenschaftler einen spe­ziellen Inhibitor, der die Bindung zwischen Keap1 und Nrf2 blockierte. In den so präpa­rierten Mauszellen zeigte sich ein geringere Toxizität von Beta-Amyloid.

In künftigen Studien möchten die Forscher herausfinden, ob sich die Inhibition von Keap1 auch in lebenden Organismen umsetzen lässt. Ein Vorteil des Ansatzes sei, dass bei der Inhibition von Keap1 keine toxische Überaktivität von Nrf2 entstehe.

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Kommentare
MPeuser am Freitag, 17. März 2017, 20:41
Alzheimer-Forschung
Immer noch wird viel Zeit verschwendet bei der Alzheimer-Forschung mit dem Beta Amyloid. Im Juli 2014 verfasste ich eine 38-seitige brasilianische Broschüre in deutscher Sprache mit dem Titel:ALZHEIMER MUSS NICHT SEIN und dem Untertitel:WIE VERMEIDET UND STOPPT MAN ALZHEIMER UND DEMENZ.
In dieser Broschüre steht mein neuer Lehrsatz:"ALZHEIMER IST EIN UMGEKEHRTER KREBS". Dieser neue Lehrsatz wurde im Februar 2015 von den Neurowissenschaftlern der Universität Lausanne/Schweiz als die einzig wahre Lehre zum Thema Alzheimer erklärt.
Was ist Krebs? "Wenn eine Zelle nicht genügend Sauerstoff bekommt, dann geht diese Zelle in die Zellgärung über und die Zellgärung erzeugt mehr Energie als die normale Sauerstoffversorgung, so dass sich dann diese Zelle vermehrt vermehren kann und das ist Krebs!"
Gehirnzellen können sich aber nicht vermehren. Diese sterben bei Sauerstoffmangel ab. Dann entstehen Löcher im Gehirn, als wenn man Löcher in die Festplatte eines Computers bohrt und dann verliert man die Memoria.
Zur Vermeidung und zum Stoppen von Alzheimer muss man sich um seine Mikrozirkulation in den 150.000 km Kapillaren unseres Körpers kümmern. Wichtig sind a) der gesunde Innendurchmesser von 7 mikron, b) der artgerechte pH-Wert vom Speichel und vom Morgenurin damit die roten Blutkörperchen elastisch bleiben und nicht in die Azidosestarre verfallen. c) Man muss sich um die Fliessfähigkeit der roten Blutkörperchen in den Kapillaren kümmern und d) Man benötigt einen Siliziumgehalt von fünf Gramm im Körper, damit die feinen Kapillarenwände nicht zusammenfallen. Kapillaren sind keine Haargefässe, denn diese sind 400 mal feiner als ein Haar und sind der Hauptentscheidungsträger unserer Gesundheit.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
São Paulo/Brasilien
mpeuser@hotmail.com