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Mecklenburg-Vor­pommern: Gesundheit wandert ins Wirtschafts­ministerium

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Harry Glawe /dpa

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ändern sich nach den Landtagswahlen für die neue Le­gis­laturperiode die Ressortzuschnitte. Das Gesundheitsressort wandert vom bis­herigen So­zialministerium ins Wirtschaftsministerium. Neuer Ge­sund­heits­mi­nis­ter ist da­mit der al­te und neue Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Die bisherige Sozial- und Ge­sund­heits­mi­nis­terin Birgit Hesse (SPD) wird neue Bildungsministerin, neue Sozial­mi­nis­­terin wird Stefanie Drese (SPD).

Harry Glawe ist das Gesundheitssystem nicht fremd. Er ist Diplomkrankenpfleger und arbeitete unter anderem an der Klinik für Neurologie und Psychiatrie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und an der Uniklinik.

Gründe für den Neuzuschnitt und der Verschiebung des Gesundheitsressorts ins Wirt­schaftsressort wollte die Landesregierung nicht nennen. Das sei in den Koalitionsver­ein­barungen so festgelegt worden, sagte ein Sprecher auf Nachfrage des Deutschen Ärzte­blattes. Ein Grund könnte sein, dass Mecklenburg-Vorpommern den Gesundheitstouris­mus weiter ausbauen will.

Der Sprecher betonte, dass die Änderungen keine Auswirkungen auf den Vorsitz der Ge­sundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) haben werde, der Mecklenburg-Vor­pom­mern derzeit vorsteht. Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder würden sich im laufenden Jahr ohnehin nicht mehr treffen, hieß es. Auf die Arbeitsebene habe die Personalie kei­nen Einfluss.

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Kommentare
nicolaischaefer am Donnerstag, 20. Oktober 2016, 22:00
Das nenne ich absolut konsequent...
...für ein Bundesland, das fast seine gesamte Kliniklandschaft privatisiert hat. Von 37 Klinikstandorten sind nur noch ZWEI kommunal. Oder sind die auch schon im Verkauf??