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Ausland

Strafanzeigen gegen Tabakindustrie in Niederlanden abgewiesen

Freitag, 23. Februar 2018

Amsterdam – Die niederländische Justiz wird gegen vier Tabakkonzerne kein Ermittlungs­verfahren wegen Mordes oder Totschlags einleiten. Die Zigaretten­hersteller handelten im Rahmen des Gesetzes, erklärte die Staatsanwaltschaft gestern in Amsterdam. Ein möglicher Prozess habe daher keine Aussicht auf Erfolg. Strafanzeigen von Organisationen und Patienten wurden abgewiesen.

Die Amsterdamer Anwältin Bénédicte Ficq hatte im Namen von Lungenkrebspatienten und einer Organisation bereits 2016 Strafanzeige erstattet. Die Hersteller stellten Zigaretten bewusst so her, dass Menschen süchtig würden, sagte sie. Daher sei die Industrie schuldig an Mord oder Totschlag, Betrug und Körperverletzung. Kranken­häuser, Ärzte und andere Organisationen hatten sich der Klage angeschlossen. Sie wollen nun über ein Gerichtsverfahren ein Verfahren erzwingen.

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„Rauchen ist tödlich und dazu trägt auch das Design der Zigaretten bei“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es sei aber allgemein bekannt, dass Rauchen süchtig mache und gesundheitsschädlich sei. Die Zigarettenhersteller begrüßten den Beschluss. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #752493
Otto Hamedinger
am Donnerstag, 20. September 2018, 16:21

Jeder kennt die Konsequenzen vom Rauchen, E Zigaretten weniger harmlos?

Ich denke jedem von uns sind die Konsequenzen vom Rauchen bekannt, es wird auf jeder Zigarettenpackung davor ausdrücklich gewarnt. Also im Nachhinein klagen und behaupten, die Tabakindustrie wäre Schuld ist schon weit hergeholt. Schließlich kann jeder Mensch selbst darüber entscheiden ob er rauchen möchte oder nicht. Und ja, es gibt Möglichkeiten, um das Rauchen aufzuhören. Manche Studien und Ärzte raten zur E Zigarette als harmlosere Alternative.
Avatar #107994
Adolar
am Freitag, 23. Februar 2018, 19:00

Industrie ist nicht schuld.

Gefördert wird das seitens des Staates ("Tabakmonopol", "Alkoholmonopol"), der ja auch hervorragende Einnahmen aus der Sucht generiert. Deswegen unterläßt man auch jeglichen Eingriff in diese Geldquellen. Die Klagen wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Schmerzensgeld etc. wären daher in diese Richtung zu orientieren. Daß jeder frei sein soll, zu Rauchen oder zu Saufen, so viel er will, ist kein Argument. Es wird an zahllosen anderen Stellen von Regierungsseite in die freie Selbstbestimmung eingegriffen, und bezüglich systematischer Vergiftung durch Industrieprodukte wäre es ja wohl naheliegend bzw. dringend geboten.
LNS

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