NewsÄrzteschaftErste Mediziner aus Modellprojekt in Sachsen beginnen Weiterbildung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Erste Mediziner aus Modellprojekt in Sachsen beginnen Weiterbildung

Montag, 1. Juli 2019

/dpa

Dresden/Pécs – Elf Studierende aus dem ersten Jahrgang eines Modellprojekts an der Universität im ungarischen Pécs haben ihr Medizin-Staatsexamen abgelegt und werden nun ihre Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen beginnen. Mit Unterstützung der Sächsischen Landesregierung wird das Modellprojekt zudem erweitert. Das berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen.

„Das Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ wurde von der KV Sachsen 2013 initiiert. „Wir haben schon zu diesem Zeitpunkt aktiv gehandelt, denn uns war klar, dass sich aufgrund der Altersstruktur unserer sächsischen Vertragsärzte ein bestehender Ärztemangel in Zukunft noch verstärken werden würde“, sagte deren Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann.   

Anzeige

Bislang werden in dem Modellprojekt 20 Studierende pro Jahrgang gefördert. Ab 2020 will das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz weitere 20 Studienplätze finanzieren. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die KV Sachsen und das Ministerium jetzt unterzeichnet.

Zusätzlich zu Fachärzten für Allgemeinmedizin sollen auch Fachärzte für Neurologie oder Psychiatrie und Psychotherapie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psy­cho­therapie sowie Fachärzte für Öffentliches Gesundheitswesen oder Hygiene und Umweltmedizin ausgebildet werden.

Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Studierenden, im Anschluss an ihr Studium die Weiterbildung zum Facharzt in den eben genannten Facharztgruppen in Sachsen zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Städte Leipzig, Markkleeberg und Dresden einschließlich Radebeul tätig zu sein.

Das Auswahlverfahren am Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ ist mehrstufig und wird durch die KV Sachsen zusammen mit der Universität Pécs durchgeführt. „Die persönliche Motivation und Eignung des Bewerbers für eine ärzt­liche Tätigkeit in Sachsen sind dabei die wichtigsten Aspekte, die Schulnoten hinge­gen spielen nur eine untergeordnete Rolle“, hieß es aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Januar 2020
Augsburg – „Klinische Entscheidungskompetenz“ – das sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es braucht, um im klinischen Alltag eine Diagnose zu stellen und einen Therapieplan für und mit Patienten
Neue Lehrpläne sollen Entscheidungskompetenz in der Klinik verbessern
16. Januar 2020
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will auch Abiturienten mit schlechteren Noten ein Medizinstudium ermöglichen – sofern sie danach zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land arbeiten. Der
Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern nimmt nächste Hürde
15. Januar 2020
Hannover – Im Streit um die Einführung einer Landarztquote in Niedersachsen ist Wissenschaftsminister Björn Thümler von seinem klaren Nein abgerückt. „Wir müssen ein Paket daraus machen, und dann will
Wissenschaftsminister schließt Landarztquote in Niedersachsen nicht mehr aus
14. Januar 2020
Saarbrücken – Mit einer Landarztquote will die saarländische Landesregierung dem drohenden Ärztemangel in ländlichen Regionen begegnen. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle am 12. Februar erstmals
Ministerrat stellt Weichen für Landarztquote im Saarland
13. Januar 2020
Hannover – Im Streit um die Einführung einer Landarztquote in Niedersachsen arbeiten das Wissenschafts- und das Ge­sund­heits­mi­nis­terium an einem Weg für eine verbesserte Hausarztversorgung in
Ministerien in Niedersachsen arbeiten an Kompromiss bei Landarztquote
10. Januar 2020
Berlin – Eine Petition für ausreichend Personal in der Psychiatrie hat das notwendige Quorum von 50.000 Unterschriften überschritten. Der Bundestag muss sich nun erneut mit dem Thema
Petition für mehr Personal in der Psychiatrie erfolgreich
10. Januar 2020
Ehingen – Um die medizinische Versorgung für ländliche Räume im Neckar-Odenwald-Kreis zu sichern, hat das Gesundheitsnetz Süd (GNS) mit Unterstützung des Ministeriums für Ländlichen Raum und
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER