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Tumorzentrum fordert mehr Informationen über klinische Studien

Freitag, 1. November 2019

/Rido, stock.adobe.com

Heidelberg – Bürger und Patienten sollten mehr Informationen über klinische Studien und die daraus gewonnenen Erkenntnisse erhalten. Das fordert Richard Schlenk, Leiter der Studienzentrale am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Dazu sollten Kliniken und Fachgesellschaften klassische und auch neue Medien nutzen.

„Wir sind auf eine konstant hohe Teilnahmebereitschaft angewiesen. Nur so können wir Fortschritte im Kampf gegen Krebs erzielen“, sagte der Experte. Es sei auch denkbar, Patienten bereits bei der Entwicklung des Studiendesigns miteinzubeziehen. „Mit diesem Schritt kann die Akzeptanz der Teilnehmer und damit auch Durchführbarkeit und Qualität unserer Studien weiter verbessert werden“, so Schlenk.

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Laut dem NCT kann die Teilnahme an einer klinischen Studie Vor- und Nachteile haben. Patienten sollten sich daher im Vorfeld umfassend informieren.

„Ein Vorteil für Teilnehmer: In klinischen Studien finden Diagnostik und Behandlungsablauf standardisiert und auf höchstem Niveau statt. Die Betreuung durch die Studienärzte ist sehr intensiv. Außerdem haben Patienten Zugang zu neuen Behandlungsmethoden, die noch nicht für den Routineeinsatz zugelassen sind und möglicherweise neue Chancen eröffnen“, hieß es aus dem NCT. Es könne aber auch Nachteile geben, zum Beispiel, wenn sich herausstelle, dass das neue Medikament weniger wirksam sei oder bisher noch nicht erkannte Nebenwirkungen habe. Zudem müssten sich Studienteilnehmer zahlreichen Untersuchungen unterziehen. „Das kostet nicht nur viel Zeit, sondern kann auch zur Belastung werden“, hieß es.

Der Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat dazu ein Informationsblatt „Klinische Studien – was muss ich wissen“ entwickelt. Es enthält unter anderem eine Liste mit relevanten Fragen, die bei der Entscheidungsfindung helfen können. © hil/aerzteblatt.de

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