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Die lieben Kollegen oder: Wünschen kann man sich alles...

Mittwoch, 13. April 2016
Die lieben Kollegen oder: Wünschen kann man sich alles...

Vorab: Dies ist ein Post, der quasi mit einer Kaffeepause endet. So simpel, so wichtig.

Aber von vorne...

Einige meiner Freunde haben neulich angefangen, zu arbeiten. Es sind aufregende erste Wochen, die mir selbst noch bevorstehen.

Für viele Anlässe gibt es gute Wünsche, die man jemandem mit auf den Weg gibt. Geht es um den Berufsanfang, spielen die Kollegen eine große Rolle.

Da kann das Fach noch so spannend und das Krankenhaus einen noch so guten Ruf haben: Am Ende des Tages steht und fällt dieser auch damit, ob der Kollegenkreis stimmt.

Damit meine ich gar nicht die Erwartung, bei der Arbeit neue beste Freunde zu finden - man muss nicht jeden toll finden und auch umgekehrt nicht jedermanns Liebling sein. Aber dass man sich im Großen und Ganzen willkommen fühlt und sich mit den meisten der Kollegen, die man an fünf Tagen in der Woche und oft noch an den Wochenenden sieht, durch mehr als dienstliche Gespräche und den Austausch privater Floskeln verbunden fühlt, das ist Gold wert. Nur wenn ich mich angenommen fühle, werde ich auf Dauer meinen Job gut machen. Gerade als Anfänger vermögen nette Kollegen, einem durch so manches Tal hindurchzuhelfen.

Natürlich ist das auch Glückssache. Hatten wir im Studium durch zahlreiche Seminare, Semesterpartys und Famulaturen die Chance, in einer großen Gruppe unseren Kreis zu finden, ist eben dieser Kreis im Arbeitsleben nun bedeutsam kleiner.

Vielleicht sollte gerade deswegen der Wunsch daher lauten:

Immer ein, zwei nette Kollegen an deiner Seite, mit denen du bei einem schnellen Kaffee lachen kannst. Immer ein, zwei Menschen an deiner Seite, die erkennen, wenn du dann mal nur schweigen möchtest. Und dass ihr das jeweils zusammen tun könnt.

Hattet ihr in eurer ersten Stelle Glück mit eurem Team?

Denkend, dass das alles noch ganz schön aufregend wird, grüßt

die PJane