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Dialyse bei der Hitzewelle

Sonntag, 5. Juli 2015
Dialyse bei der Hitzewelle

Ganz Deutschland leidet unter der Hitzewelle. Und Paul Behrend? „Auch ich komme mit der Hitze nicht gut zurecht“, berichtet er. Wenn man bei 35 Grad Celsius Außentem­peratur sich einer Dialyse unterziehen müsse, sei das kein Spaß. „Mein Kreislauf ist sowieso schon angeschlagen. Ich habe Phasen, da liegt mein Blutdruck bei 80 zu 40. Das bekommt mir kräftemäßig überhaupt nicht gut.“ Zu Hause könne er es unter einem schattigen Baum im Garten allerdings gut aushalten. Und seine Physiotherapie, bei der er sich bewegen müsse, habe er auf kühlere Tage verlegt. „Training bei dieser Hitze geht gar nicht. Erst recht nicht nachmittags.“

Da eine ausgewogene Ernährung angestrebt wird, lässt sich bei Dialysepatienten die Bilanzierung der Wassermenge nur über eine Einschränkung der Trinkmenge erreichen. Mit den Trinkmengen käme er allerdings gut zurecht, meint Behrend. Er habe zwar mehr Durst, aber durch das Schwitzen ginge auch Flüssigkeit verloren. „Das ist ein Nullsummenspiel.“