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Alles auf Anfang!

Montag, 20. April 2015
Alles auf Anfang!

Ich habe mein erstes Tertial hinter mich gebracht und begebe mich- teils in Vorfreude, teils schweren Herzens an einen neuen Ort für das 2. Tertial in der Inneren Medizin.

Es waren tolle zurückliegende 16 Wochen in der Chirurgie! Sympathische Mit- PJler und eine gute Lehre. Was will eine PJane mehr?

Neu heißt: Eine neue Stadt, WG und neue Abenteuer. Aber eben auch: Neue Stationsabläufe, viele neue Gesichter von Pflege- und ärztlichem Personal, neuer Krankenhausausweis, neues Logbuch, kurzum: Völliger Reset!

Die PJler- Umkleide liegt natürlich im alten Gebäudetrakt am Ende eines Weges, auf dem man gefühlt zehn Feuerschutztüren öffnen muss. Kittel in den Größen 0 und 1 sind weg- also sieht man in Größe 2 immerhin kompetent verkleidet aus. Der eigene Transponder, der mir (und davor wahrscheinlich hunderten von anderen PJlern, die alle schon wild auf diesem Wunderwerk herumgedrückt haben) Zugang zum Arztzimmer verschaffen soll, hat einen technischen Defekt, was mich so aussehen lässt, als hätte ich generell eher Schwierigkeiten, eine Tür zu öffnen.

Die Stationsliste, die ich mir unter innerlichem Jubeln geschafft habe auszudrucken, ist im unpraktischen Querformat, aber das fällt angesichts der Tatsache, dass ich am Ende des Tages feststelle, meinen Spindschlüssel im Spind eingeschlossen zu haben, kaum ins Gewicht. Der Kerl an der Pforte erweist sich zum Glück als echter Allrounder und kennt die Kurzwahl zum Hausmeister. Das Schloss wird heldenhaft geknackt, und ich verlasse halbwegs erhobenen Hauptes die Klinik.

Erste Tage. Ihr kennt das.