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Erfolge der Reha

Freitag, 6. März 2015
Erfolge der Reha

Paul Behrend meldete sich heute zurück. Er hat jetzt bald einen dreimonatigen Reha-Aufenthalt hinter sich und sieht wieder etwas optimistischer in die Zukunft: „Meinen Arm kann ich inzwischen vollständig bewegen, mit dem Gehen klappt es allerdings noch nicht. Heute bin ich vielleicht sechs bis sieben Schritte gegangen, rechts und links jeweils von einer Physiotherapeutin untergehakt.“ Die Muskulatur an den Beinen habe sich vollständig zurückgebildet. Aber immerhin könne er selbst den Rollstuhl bewegen. Behrend könnte auch mit Hilfe eines Rollators gehen. „Doch das will das Personal mir hier nicht genehmigen, weil ich sonst später gar nicht mehr lerne, ohne Rollator zurechtzukommen.“

Was für andere selbstverständlich sei, seien bei ihm große Fortschritte. „Ich kann ohne Hilfe stehen. Ich kann mich selbst rasieren, mir selbst die Zähne putzen und habe bei meinem letzten Besuch zu Hause mir sogar selbst die Haare gewaschen.“

Behrend führt diese Erfolge auf die „hervorragende neurologische Reha“ zurück, die er gern verlängern würde. Seine Krankenkasse ist aber zu einer weiteren Verlängerung nicht bereit. Eventuell besteht jedoch die Möglichkeit, eine ambulante Reha in der Nähe seines Heimatortes anzuschließen.

Wenn er jetzt nach Hause kommt, wird sich für Behrend einiges ändern. Aber eins steht für ihn fest: „Meine Frau soll nicht meine Krankenschwester werden.“ Auch in seinem Haus, in dem sich das Schlaf- und Badezimmer in der ersten Etage befindet, muss einiges umgeräumt werden. „Wenn ich an den Wochenenden nach Hause kam, habe ich mich im Gäste-WC gewaschen und auf dem Sofa geschlafen.“  Das könne natürlich kein Dauerzustand sein. „Außerdem muss mein ganzer Tagesablauf umorganisiert werden“, ergänzt Behrend.

Und das Warten auf das Organ? Vor 14 Tagen habe er sein Transplantationszentrum besucht und nachgefragt. Dort sei man sehr entgegenkommend gewesen und habe ihm zugesichert, dass jetzt alle Voraussetzungen erfüllt seien und er nach der Reha definitiv auf die Warteliste käme. „Aber leider hat es ja einen so starken Rückgang an Organspenden gegeben, dass das Warten noch lange dauern kann.“

Dennoch hat Behrend seine Zuversicht nicht verloren. Er hofft, dass er in absehbarer Zeit transplantiert wird und dann endlich ohne die Dialyse ­ - die für ihn unter den gegebenen Umständen in letzter Zeit besonders anstrengend und mühsam war – leben kann.