aerzteblatt.de

Student = Eule = Hund

Montag, 9. Februar 2015
Student = Eule = Hund

Die Schweizer Klinik, in der ich tätig bin, wäre zumindest für das chirurgische Tertial eine sehr viel bessere Wahl gewesen als seinerzeit mein Universitätsspital. Zwar ist es ebenso wie sein akademisches Pendant in Deutschland auf eine dauerhafte Besetzung der Stellen angewiesen, jedoch nutzt es die studentischen Arbeitskräfte anders.

Während ich (damals) im chirurgischen Tertial den Operationssaal an selten mehr als zwei Tagen pro Woche betreten konnte (wer unken mag, dass ich vermutlich nicht öfter da war, liegt leider falsch), assistieren unsere PJler täglich. Zwar müssen sie auch manchmal hier und da aushelfen und auch Patienten aufnehmen. Jedoch nimmt liegt der Anteil solcher Tätigkeiten so niedrig, dass sie täglich mehrere Operationen sehen und von verschiedenen Ärzten aus unterschiedlichen Disziplinen lernen können.

Es geht unseren PJlern, die wir hier als Unterassistenten bzw. bisweilen recht unfein "Uhus" (Abk. für Unterhunde) bezeichnen, jedoch so gut, dass man auch schon mal Aussagen vernimmt wie: "Nicht schon wieder eine Knie-TEP...".

Freut sich, dass man als Unterhund besser dran ist als als PJler,

Euer Anton Pulmonalis