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Weniger Hirntote durch bessere Unfallprävention

Dienstag, 29. Oktober 2013
Weniger Hirntote durch bessere Unfallprävention

Die geringe Bereitschaft zur Organspende ist möglicherweise nicht der einzige Grund für die derzeitigen Engpässe bei Transplantationen. Eine Studie aus Kanada zeigt, dass infolge der verbesserten Unfallprävention die Zahl der Patienten abnimmt, bei denen es nach einem Schädelhirntrauma zum neurologischen Hirntod kommt. Der Anteil ist im Teilstaat Alberta zwischen 2002 und 2010 drastisch von 8,1 Prozent auf 2,2 Prozent gesunken.

Ursache ist die höhere Sicherheit auf den Straßen des Teilstaats, wo es Vorschriften zu Sicherheitsgurt, Airbag und Helmpflicht für Zweiradfahrer gibt, die offenbar auch beachtet werden. Die Zahl der tödlichen Unfälle ist zwischen 2006 bis 2010 um 24 Prozent gesunken. Das ist zweifellos eine gute Nachricht, die einmal mehr belegt, dass Unfallprävention Wirkung zeigt. Auf der anderen Seite verlängert es die Wartezeiten, vor allem für die Empfänger von Organtransplantaten (wie Herz oder Dünndarm, Lunge und Pankreas), für die eine Lebendspende nicht möglich ist.