aerzteblatt.de

US-Gesundheitsreform 2013 – Teil IV

Donnerstag, 7. März 2013
US-Gesundheitsreform 2013 – Teil IV

Die meisten Europäer haben mittels ihrer nationalen Medien von einem Teil der US-Gesundheitsreform erfahren, den vielen schon immer ein Herzensanliegen war: Es fand eine deutliche Ausweitung der in den USA Krankenversicherten durch das „Bezahlbare Kranken­versicherungsgesetz” (BKG) statt. Im Detail sind viele der Veränderungen und Regeln zwar sehr komplex und erst zum Teil umgesetzt, doch
die gröβten Veränderungen lassen sich auf folgende vier Gruppen festlegen:

Erstens dürfen Kinder mittels Familienversicherung nun bis zu ihrem 26. Lebensjahr versichert bleiben – gesetzlich zwingt die US-Bundesregierung Versicherungsgesellschaften dafür entsprechende Rahmen­bedingungen zu schaffen und anzupassen.

Zweitens wurde die staatliche Armenkrankenversicherung Medicaid ausgeweitet. Sie war schon vor Einführung des BKG mit ihren 64,5 Millionen Mitgliedern und einem Jahresbudget von 695 oder 2,5% seines Bruttojahreseinkommens jährlich entrichten, wobei der höhere der beiden Beträge vom Finanzamt verlangt wird. Bei einer unversicherten Familie liegt der maximal zu entrichtende Betrag bei 15.282 und 31.322 und $94.200).