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Mens sana in corpore sano

Dienstag, 3. Januar 2012
Mens sana in corpore sano

Die lateinische Redewendung, nach der ein gesunder Geist in einem gesunden Körper steckt (auch wenn die Intention bei Juvenal etwas anders war), hat durchaus ihre Berechtigung für Schüler. Wenn diese morgens mit dem Rad, statt mit dem Bus zur Schule fahren, „tanken“ sie Sauerstoff.

Die verbesserte Durchblutung könnte Konzentration und Aufmerksamkeit stärken. Die Anstrengung führt zudem zur Ausschüttung von Nordadrenalin. Es könnte helfen, den Schulstress zu ertragen. Endorphine verbessern die Stimmung. Zugegeben, das klingt ein wenig konstruiert.

Doch die Ergebnisse von zehn Beobachtungsstudien und vier Interventionsstudien, die Amika Singh vom Vrije Universiteit University Medical Center in Amsterdam zusammengefasst hat, sprechen dafür, dass körperlich aktive Schüler die besseren Noten haben – wobei als körperliche Aktivität nicht allein auf den aus eigener Kraft bewältigten Schulweg beschränkt ist.

Eine körperliche Aktivität pro Woche sollte nach den Ergebnissen der Publikation ausreichen. Keinesfalls sollten die Schüler ins andere Extrem verfallen. Denn wer vor lauter Sport nicht mehr dazu kommt, die Schulaufgaben zu erledigen, hat vielleicht Nachteile. Die Dosis ist entscheidend (aber natürlich keine Garantie für einen Erfolg).