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Salz und Diät-Soda als Schlaganfall-Risiken

Donnerstag, 10. Februar 2011
Salz und Diät-Soda als Schlaganfall-Risiken

Ein hoher Salzkonsum ist mit der arteriellen Hypertonie assoziiert, die wiederum der bedeutendste Risikofaktor für einen Schlaganfall ist. Es wundert deshalb nicht, wenn in der Northern Manhattan Study die Schlaganfallinzidenz mit dem angegebenen Salzkonsum assoziiert war: Pro 500 mg Kochsalz ermittelte Hannah Gardener von der Miller School of Medicine in Miami einen Anstieg um 16 Prozent. Für ausgesprochene Salzliebhaber mit einem Verzehr von mehr als 4 Gramm am Tag ermittelte die Forscherin eine Hazard Ratio von 2,3 (Abstract 25).

Erstaunlicher sind die Ergebnisse einer zweiten Auswertung, die sich mit dem Konsum von Sodagetränken beschäftigt. Viele Amerikaner decken darüber große Teile ihres täglichen Flüssigkeitsbedarfs. Da die Süßgetränke beträchtliche Kalorienmengen enthalten, sind viele auf Diät-Limonaden umgestiegen.

Doch der häufige Konsum dieser vermeintlich gesunden Getränke war in der Northern Manhattan Study mit einem um 61 Prozent gestiegenen Risiko auf vaskuläre Ereignisse assoziiert. Selbst nach der Berücksichtigung anderer bekannter Risikofaktoren wie dem metabolischen Syndrom, peripherer Gefäßerkrankungen und kardialer Leiden, war das Risiko für die Diätlimo-Trinker noch signifikant um 48 Prozent erhöht. Während die normalen, sprich zuckerhaltigen Getränken in dieser Hinsicht unbedenklich waren.(Poster 55).

Welche Bestandteile der Diät-Getränke für den Anstieg verantwortlich sind, ist unbekannt. Die Northern Manhattan Study (NOMAS) ist eine prospektive Beobachtungsstudie, die nach Gründen für den ungewöhnlich hohe Inzidenz von Schlaganfällen unter Amerikanern afrikanischer und lateinamerikanischer Herkunft sucht.