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Fischmahlzeit gegen Depressionen

Freitag, 21. Januar 2011
Fischmahlzeit gegen Depressionen

In einer Karikatur des New Yorker unterhielten sich jüngst zwei Dinosaurier, die gerade die Bewohner einer US-Großstadt verspeisten. Er zu ihr: Kein Wunder, dass es Dir nach dem Essen so gut geht, sie sind voller Antidepressiva. Jedes Kind weiß, dass Dinosaurier keine Menschen fressen.

Menschen essen aber Fisch und in denen haben Forscher der Universität Montreal gleich sechs verschiedene Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer nebst vier Metaboliten nachgewiesen. Fischmahlzeiten machen deshalb noch lange nicht glücklich.

Dazu ist die Menge zu gering (sie soll einem Salzkorn in einem Freibad entsprechen). Doch negative Einflüsse auf die Fische wollen die beiden Forscher nicht ausschließen. Sie hatten ihre Untersuchungen im Wasser des St.Lorenz-Stroms durchgeführt.

In ihn leitet die Stadt Montreal die nur unzureichend geklärten Abwässer der Millionenstadt, dessen Bewohner angeblich zu einem Viertel irgendein Antidepressivum einnehmen. Antidepressiva werden wie viele andere Medikamente auch von modernen Kläranlagen nicht aus dem Wasser entfernt.