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Schönheitsschlaf jetzt evidenzbasiert

Mittwoch, 15. Dezember 2010
Schönheitsschlaf jetzt evidenzbasiert

Wer wüsste es nicht: Tränensäcke machen nicht gerade sexy, kleine Augen mit herabhängendem Oberlid wirken auf den Mitmenschen nicht einladend und eine vor Müdigkeit erschlaffte Mimik sendet keine positiven Signale aus.

Der Psychologe John Axelsson vom Karolinska Institut in Schweden wollte es dennoch genau wissen. Deshalb ließ er 23 Probanden zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags fotografieren, nachdem diese zuvor eine Nacht im Schlaflabor zugebracht hatten. Einmal waren sie ausgeschlafen, das andere Mal hatten die Forscher sie am Schlaf gehindert.

Die Fotos wurden unter identischen Bedingungen und gleicher Beleuchtung durchgeführt und später von Personen ausgewertet, die nicht wussten, ob die Probanden ausgeschlafen waren oder nicht. Endpunkt waren visuelle Analogskalen, auf denen die Untersucher gesundes Aussehen, Müdigkeit und Attraktivität der fotografierten Personen einschätzen sollten.

In allen drei Merkmalen erhielten die übernächtigten Personen die schlechteren Noten. Merke: Der Besuch von Partys nach Bereitschaftsdiensten ist zwecklos. Schönheitsschlaf ist angesagt.