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Warnung vor Kondomen – Proteste gegen Papstäußerungen

Donnerstag, 19. März 2009
Warnung vor Kondomen – Proteste gegen Papstäußerungen

Es gibt wieder neue Aufregung um den Papst. Auf seiner Afrikareise erklärte er, Aids sei „nicht mit Kondomen zu überwinden, im Gegenteil das verschlimmert nur das Problem.“ Eine Äußerung, die angesichts der Tatsache, dass südlich der Sahara 22 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert sind, nur als unverantwortlich bezeichnet werden kann.

Jeder vernünftige Mensch weiß, dass Kondome, wenn auch nicht die einzige, so doch eine unerlässliche Lösung des Problems Aids sind. In Deutschland lösten Benedikts Ansichten denn zu Recht auch heftige Kritik aus. Sind wir wirklich noch Papst? Diese Frage stellen sich inzwischen zunehmend auch überzeugte Katholiken. Denn das unglückliche Krisenmanagement im Falle des britischen Bischofs und Holocaustgegners Richard Williamson war ja ebenfalls nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme.

aerzteblatt.de: Papst-Äußerung zu Kondomen ruft Empörung hervor

adonis am Mittwoch, 29. April 2009, 11:24
@bach
In den Zeiten der Emanzipation dürfen auch nun Frauen fremdgehen ( was sie auch immer schon getan haben). Also Kopf hoch. Wir sind doch alle erwachsen. Auch der Pabst bete nicht immer oder läutet seine Kirchenglocken.
bach am Samstag, 25. April 2009, 16:43
Missverständnis?
In unserer hiesigen Presse wurde die Meinung eines Kondomvertreibers veröffentlicht, der sein Geschäft wohl auch im Aids-verseuchten Afrika sieht. Er selber ist verheiratet und empörte sich über den Papst, so, wie es die Medien jetzt machen. Dem Papst aber geht es um eheliche Treue, die der beste Schutz vor AIDS ist. Ich aber habe für ihn großes Verständnis und wundere mich, dass nur die Promiskuität hochgehalten wird und andere Werte nicht gesehen werden.
Natürlich sind Kondome ein Mittel zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten und sollten dort eingesetzt werden, wo sie erforderlich sind.
Als Kriegskind aber weiß ich, dass es viele kaputte Ehen gab, weil Vater an der Front nicht enthaltsam war und eine Geschlechtskrankheit mitbrachte.