ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019GKV-Finanzen: Krankenkassen verzeichnen leichtes Defizit

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GKV-Finanzen: Krankenkassen verzeichnen leichtes Defizit

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1575 / B-1299 / C-1279

KNA; afp; Maybaum, Thorsten

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Die Krankenkassen haben im ersten Halbjahr 2019 mehr ausgegeben, als sie durch Beitragszahlungen eingenommen haben. Trotzdem liegen ihre Finanzreserven immer noch bei rund 20,8 Milliarden Euro. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) jetzt vorlegte. Im Durchschnitt entspreche dies etwa einer Monatsausgabe und damit etwa dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve, hieß es. Im Detail standen Einnahmen in Höhe von rund 124,7 Milliarden Euro Ausgaben von etwa 125,2 Milliarden Euro gegenüber. Das bedeutet ein Minus in den ersten sechs Monaten von 544 Millionen Euro. Bezogen auf die Kassenarten verzeichneten die Allgemeinen Ortskrankenkassen ein leichtes Defizit von rund 68 Millionen Euro, die Ersatzkassen von 297 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen von 126 Millionen Euro und die Innungskrankenkassen (IKKen) von 95 Millionen Euro. Die Einnahmen der Krankenkassen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent und die Ausgaben um 4,7 Prozent gestiegen. Im Detail stiegen beispielsweise die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen dem BMG zufolge um 2,9 Prozent, die Arzneimittelausgaben um 4,9 Prozent und die der vertragsärztlichen Versorgung um rund 4 Prozent. Hohe Zuwachsraten von 13,8 Prozent gab es bei den Ausgaben für Schutzimpfungen. Deutlich überproportional sind auch die Ausgaben für Heilmittel angewachsen (plus 13 Prozent). Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) erklärte, die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) stünde weiterhin gut da. „Dabei helfen die gute Konjunktur und eine maßvolle Ausgabenpolitik“, sagte er. kna/afp/may

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