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Prävention: BKKen wollen Setting-Ansätze fördern

Dtsch Arztebl 2004; 101(36): A-2354
AKTUELL
Blöß, Timo
Auch Kinder in sozialen Brennpunkten wollen die BKKen mit
ihren Präventionsprogrammen gezielter ansprechen.
Foto: Caro
Auch Kinder in sozialen Brennpunkten wollen die BKKen mit ihren Präventionsprogrammen gezielter ansprechen. Foto: Caro
Erste Details zur geplanten Bundesstiftung
Einkommensschwache, Arbeitslose, Migranten, Obdachlose, Kinder in sozialen Brennpunkten – diese Zielgruppen wollen die Betriebskrankenkassen (BKKen) mit Präventionsmaßnahmen gezielter ansprechen. Rund 3,4 Millionen Euro habe der BKK-Bundesverband dazu für 2003/2004 zur Verfügung gestellt, erklärte K.-Dieter Voß, Mitglied im Vorstand des Verbandes. Mit dem Geld sollen im Rahmen der Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ lebensumfeldbezogene Präventionsangebote, so genannte Setting-Ansätze, gefördert werden. Dazu gehören Programme zur Sturzprävention für Ältere oder das Projekt „Kiezdetektive“, mit dem Kinder stärker an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes beteiligt werden sollen.
Im Streit um die geplante Stiftung Prävention haben sich Vertreter von Bund und Ländern darauf verständigt, die Stiftung mit einem Volumen von 250 Millionen Euro auszustatten. Jeweils 40 Prozent der Gelder sollten bei den Sozialversicherungsträgern und den Ländern verbleiben. Damit würden nur 20 Prozent der Mittel in die Bundesstiftung fließen. Anders als zunächst vorgesehen, soll die Stiftung sich auf die Zielbestimmung der Präventionsprogramme und deren Evaluierung konzentrieren. TB
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