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Ausland – 12.06.2017

Künftiger WHO-Generaldirektor umreißt seine Agenda

New York – Der künftige Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will in seiner Amtszeit die Fähigkeit der Länder stärken, auf Gesundheitsnotfälle zu reagieren. Im Zentrum seiner Arbeit soll zudem das Wohlbefinden von Frauen, Kindern und Jugendlichen stehen. Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Gesundheit sollen weitere Schwerpunkte seiner Amtszeit werden, sagte Ghebreyesus zum Auftakt einer fünftägigen USA-Reise.

Er kündigte an, die WHO so umzustrukturieren, dass die Organisation bei Krisen schnell reagieren können. Notwendig seien Reformen für mehr Transparenz und Effizienz.
Während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staate wird Ghebreyesus mit verschie­denen Akteuren der sogenannten „Global Health“ zusammenkommen, unter anderem mit Jim Kim, dem Präsidenten der Weltbank-Gruppe, Anthony Lake, dem Unicef-Geschäfts­führer, und Bill Gates, dem Co-Vorsitzenden der Bill & Melinda Gates Foundation. Ghebreyesus löst zum 1. Juli 2017 die bisherige Generaldirektorin Margaret Chan ab, die zehn Jahre im Amt war.

Tedros Adhanom Ghebreyesus: WHO-Generalsekretär nach Kampfabstimmung

Er ist der erste Afrikaner in diesem Amt und seine Wahl war ein zähes Ringen: Der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus wurde als Nachfolger von Margeret Chan zum neuen Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmt. Die Entscheidung fiel erstmals in einer Kampfabstimmung, weil die 194 Mitgliedsländer sich nicht vorab einigen konnten. Letztlich setzte sich der 52-Jährige im dritten Wahlgang und in geheimer (...)

Im Vorfeld der Wahl bezeichnete Ghebreyesus den ungleichen Zugang der Weltbevölke­rung zur medizi­nischen Grundver­sorgung als eine der größten Herausforderungen für die Gesundheit der Menschen weltweit. Die zweite große Heraus­forderung seien die Antibiotika-Resistenzen und damit einhergehende Epide­mien. Die dritte Heraus­forderung seien Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringe. 

© hil/aerzteblatt.de

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