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Ausland – 23.03.2017

UN wirft Südsudans Regierung Behinderung bei Hungerhilfe vor

Juba – Die Vereinten Nationen werfen Südsudans Regierung vor, Einsätze der Frie­dens­­truppen (Unmiss) in von Hungersnot betroffenen Gebieten zu verweigern. Dass keine Blauhelme zum Schutz von Zivilpersonen vor Ort sind, sei nicht das Versagen der UN, son­dern eine Folge der Beschränkung durch die Regierung, erklärte der Leiter der UN-Friedensmissionen, Hervé Ladsous, gestern in der Hauptstadt Juba. „Wir werden da­von abgehalten, Unmiss-Truppen in den von der Hungersnot betroffenen Gebieten zu stationieren“, sagte er.

In dem ostafrikanischen Land sind derzeit Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe an­­­­ge­wiesen. In Teilen des Landes wurde im Februar eine Hungersnot ausgerufen. Seit En­de 2013, als ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar eskalierte, herrscht ein blutiger Bürgerkrieg. Zehntausende Menschen kamen ums Leben, rund 3,4 Millionen weitere sind nach UN-Angaben auf der Flucht vor Gewalt.

Es sei die Aufgabe der Regierung, die Bevölkerung zu schützen und die UN wollten sie da­bei unterstützen, erklärte Ladsous. Rund 12.000 Blauhelmsoldaten sind im Südsudan stationiert. Ende Februar hatte Kiir unter internationalem Druck Hilfsorganisationen frei­en Zugang zu Krisengebieten erlaubt.


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