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Ausland – 24.03.2017

Ägypten stoppt kostenfreies Schulessen nach Massenvergiftungen

Kairo – Die ägyptische Regierung hat die Verteilung von kostenfreien Mahlzeiten an öffent­lichen Schulen ausgesetzt, nachdem es in den vergangenen Tagen zu Massen­ver­giftungen gekommen war. Bildungsminister Tarek Schauki sagte im ägyptischen Staats­fernsehen, dass die Verteilung „bis auf Weiteres“ ausgesetzt werde. Ein staatliches Komi­tee solle die Zwischenfälle untersuchen.

Gestern waren nach einem Bericht der staatlichen Zeitung Al-Ahram mehr als 300 Schul­k­inder mit Anzeichen auf eine Lebensmittelvergiftung in Krankenhäusern in Kairo, Suez und Assuan behandelt worden. Die Kinder litten nach Angaben des Gesundheits­ministe­riums unter Magenschmerzen, Erbrechen und Fieber. Vergangene Woche waren bereits mehr als 3.000 Schulkinder in der südlichen Provinz Sauhadsch wegen Lebens­mittelver­giftungen behandelt worden.

Öffentliche Schulen in ländlichen und ärmeren Gegenden in Ägypten geben kostenfreie Mahlzeiten an Schulkinder heraus. Kritiker sagen, dass das Essen manchmal wegen schlechter Lagerung verderbe.


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