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Ausland – 28.04.2017

Ungeklärte Krankheit fordert Opfer in Liberia

Monrovia – Eine noch ungeklärte Krankheit soll im westafrikanischen Liberia in den ver­gangenen Tagen elf Menschenleben gefordert haben. Mindestens neun weitere Men­schen seien ebenfalls erkrankt, sagte ein hochrangiger Gesundheitsbeamter heute. Erste Tests widerlegten die Befürchtung, dass es sich um Ebola handeln könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listete Fieber, Erbrechen, Durchfall und Kopf­schmer­zen als Symptome auf.

Die meisten der im Francis-Grant-Hospital in Greenville behandelten Patienten seien un­ter 21 Jahre alt, hieß es von der WHO. Die Stadt Greenville liegt in der Verwaltungsre­gi­on Sinoe County südöstlich der Hauptstadt Monrovia.

Regierungsangaben zufolge wurden Blutproben zur Untersuchung an die amerikanische Gesundheitsbehörde (CDC) geschickt. Experten der WHO untersuchen, ob es einen Zu­sammenhang mit Nahrunsmitteln oder Getränken, bestimmten Chemikalien oder Bakte­rien geben könnte. Die Regierung mahnte die Bevölkerung, nicht in Panik zu geraten.

Liberia und die angrenzenden Länder Guinea und Sierra Leone waren vor einiger Zeit von einem langanhaltenden Ebola-Ausbruch betroffen. Zwischen Dezember 2013 und Mitte 2016 wurden dabei mehr als 11.000 Todesfälle erfasst.

© dpa/aerzteblatt.de

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