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Vermischtes – 14.03.2017

Jeder zehnte junge Mensch leidet an Rückenschmerzen

Berlin/Köln – Krankenkassen und TÜV werben zum Tag der Rückengesundheit am Mittwoch für mehr Bewegung und weniger Stress am Arbeitsplatz. Die Barmer teilte heute in Berlin mit, schon in der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen litten rund 15,9 Prozent der Frauen und rund 11,5 Prozent der Männer an Rückenschmerzen.

„Damit Rückenschmerzen nicht chronisch werden, sollten mögliche Ursachen wie zum Beispiel Bewegungsmangel und Muskelverspannungen frühzeitig beseitigt werden“, sagte die leitende Medizinerin der Krankenkasse, Ursula Marschall. In den meisten Fällen seien nicht Abnutzungserscheinungen und Überlastungen der Grund für Rückenschmerzen, sondern Bewegungsmangel und damit eine verkürzte Muskulatur, so Marschall.

Allein durch regelmäßige sportliche Aktivitäten verschwänden bei 90 von 100 Betroffenen akute Rückenschmerzen binnen weniger Tage. Wichtig sei aber auch eine psychische Stabilität. Wer seelisch belastet sei, fühle Schmerzen besonders stark. Hilfreich seien Entspannungs- und Körpertechniken, die gleichzeitig Körper und Seele ansprechen.

Nach Angaben des TÜV Rheinland sind Muskel-Skelett-Erkrankungen der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Rückenschmerzen befielen mehr als zwei Drittel der Bundesbürger mindestens einmal im Leben. Die Ursachen reichten von zu wenig Bewegung, falscher Körperhaltung oder Stress bis hin zu ernsthaften Erkrankungen.

Die TÜV-Gesundheitsexpertin Dominique Bialasinski appellierte an die Unternehmen, die Arbeitsbedingungen zu analysieren und bei der Gestaltung der Arbeit stärker auf Vorbeugung zu achten. Bewegung sei auch am Arbeitsplatz unerlässlich. Kräftigungs- und Entspannungsübungen sowie Haltungswechsel sorgten dafür, dass die Muskulatur besser durchblutet wird.


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