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Vermischtes – 22.05.2017

Impfstoffe: Paul-Ehr­lich-Institut bleibt Kooperationszentrum der WHO

Berlin – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit im Mai 2017 als „WHO-Kooperations­zentrum für die Standardisierung und Bewertung von Impfstoffen“ bestätigt. Die neue Laufzeit beginnt im August und gilt für weitere vier Jahre, wie das PEI heute mitteilte.

„Die große regulatorische und wissenschaftliche Kompetenz der Mitarbeiter des PEI und ihre kontinuierliche und zuverlässige Unterstützung der WHO-Aktivitäten werden mit dieser Entscheidung belohnt“, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek. „Wir freuen uns über die Bestätigung unserer Arbeit“, ergänzte Heidi Meyer, Leiterin des Kooperations­zentrums der WHO und des Referats „Internationale Koordination, regulatorischer Service“.

Zu den besonderen Herausforderungen der vergangenen Jahre gehörten beim PEI Ebola und Zika. Das PEI hat sich unter anderem an der Bewertung von Anträgen auf klinische Prüfungen mit Ebolaimpfstoffen beteiligt, um Zulassungsbehörden und Ethikkommissionen in Afrika bei zeitkritischen Entscheidungen um Phase-I- und Phase-II-Studien zu unterstützen. Auch war das PEI bei Expertentreffen eingebunden, um erforderliche Produkt­eigenschaften von Kandidat­impfstoffen gegen Zika sowie regulatorische Anforderungen vor deren Einsatz im Ausbruchsfall zu diskutieren.

Weitere Aktivitäten der vergangenen Jahre sind beispielsweise die Entwicklung von Leitfäden für die wissenschaftliche und regulatorische Bewertung von Impfstoffen und deren weltweite Implementierung. Damit werden einheitliche Standards etabliert, die die Verfügbarkeit von sicheren und wirksamen Impfstoffen weltweit sicherstellen sollen.

Zudem beteiligte sich das PEI an der Überprüfung von zugelassenen Impfstoffen im Rahmen des Präqualifi­zierungsprogramms der WHO. Eine Präqualifizierung durch die WHO ist Voraussetzung dafür, dass Impfstoffe von UN-Organisationen beschafft und in internationalen Impfkampagnen eingesetzt werden können.

© EB/aerzteblatt.de

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