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Hochschulen – 20.06.2017

Mainzer Kinderchirurgie bietet Weiterbildung nach internationalem Standard

Mainz – Künftig wird die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz Kinderchirurgen nach den Vorgaben der Europäischen Union der Medizinischen Fachdisziplinen (UEMS) weiterbilden. Das Zertifikat zum UEMS-Aus- und Weiterbildungszentrum hat die Klinik jetzt erhalten. Damit darf sie außerdem die europäische Facharztprüfung abnehmen.

Für die Zertifizierung musste die Mainzer Kinderchirurgie eine Anzahl an anspruchsvollen, kinderchirurgischen Operationen nachweisen und darüber hinaus alle kinderchirurgischen Teilbereiche abdecken. Ein Schwerpunkt der Ausbildung ist die Entwicklung technischer Präzision als Operateur.

„Wenn man ein frühgeborenes Kind mit wenigen hundert Gramm Körpergewicht operiert, dann ist absolute Genauigkeit gefordert. Diese Art von Präzision können angehende Kinderchirurgen nur entwickeln, indem sie viel üben, und genau das ist unser Credo“, erklärte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, Oliver Münsterer.

Die UEMS-Kriterien beinhalten neben einer eng geführten Anleitung im OP auch Übungseinheiten am Simulator. Ein Weiterbildungscurriculum, Weiterbildungskonferenzen und Fortbildungsveranstaltungen bilden den theoretischen Teil der Weiterbildung.

Der Bereich Kinderchirurgie umfasst viele seltene Erkrankungen und angeborene Fehlbildungen, die spezielles chirurgisches Können erfordern. Die UEMS-Ausbildung gilt als gute Grundlage zum Erwerb dieses breiten Kompetenzspektrums.

© hil/aerzteblatt.de

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