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Hochschulen – 29.03.2017

Braunschweiger Zentrum für Pharmaverfahrens­technik etabliert sich

Braunschweig – Die bislang dezentral arbeitenden Wissenschaftler des Zentrums für Phar­maverfahrenstechnik (PVZ) an der Technischen Universität Braunschweig können fortan enger zusammenarbeiten. Der Bund und das Land Niedersachsen förderten einen Neubau und seine Ausstattung mit knapp 28,7 Millionen Euro.

„Forscher des Zentrums leisten künftig einen Beitrag, dass möglichst viele Menschen not­wendige medikamentöse Therapien erhalten – unabhängig davon, ob sie privat oder gesetzlich versichert sind“, sagte die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne).

Die Wissenschaftler haben unter anderem das Ziel, hochwirksame, aber im menschli­chen Körper nur schwer lösliche Wirkstoffe sowie solche mit empfindlicher Struktur zur medizinischen Anwendung zu bringen. Ferner wollen sie Methoden und Geräte entwick­eln, die flexibel und kostengünstig kleine Chargen von Medikamenten für individuelle Einsätze herstellen können. An beiden Vorhaben arbeiten bereits Gruppen von Dokto­ran­den und Postdocs im Rahmen zweier Projekte, die das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), ergänzt durch Promotionsstipendien aus der Indus­trie, unterstützt.

Das PVZ ist maßgeblich an der Forschungslinie „Smart BioTecs“ der Wissenschafts­alli­anz zwischen der TU Braunschweig und der Leibniz-Universität Hannover beteiligt. Es ist außerdem Teil der biomedizinischen „Translationsallianz in Niedersachsen“ (TRAIN), die an medizinischen Wirkstoffen forscht. Aus diesen Wirkstoffen soll das PVZ effektive und kostengünstige Medikamente herstellen.

© hil/aerzteblatt.de

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