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Mobiles Labor für Ebola-Nachweis in betroffener Region im Einsatz

Dienstag, 15. Mai 2018
/dpa

Genf – Nach dem Ebola-Ausbruch im Kongo in Afrika ist nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) jetzt ein mobiles Labor vor Ort im Einsatz, um schnellere Diagnosen zu stellen. Die Zahl der möglichen Fälle in der abgelegenen Region habe sich kaum geändert, berichtete ein WHO-Sprecher heute in Genf.

Er nannte 41 Fälle, von denen nach wie vor nur zwei bestätigt seien. Bei 20 Erkrankten gehen die Behörden mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sie sich mit dem tödlichen Ebola-Virus angesteckt hatten. 19 waren gestorben. Bei weiteren 19 Menschen gilt eine Ansteckung als möglich.

Menschen, die mit den Betroffenen in Kontakt waren, sollen so bald wie möglich geimpft werden, so die WHO, ebenso medizinisches Personal. Insgesamt waren 4.000 Dosen eines experimentellen Impfstoffs in die betroffene Provinz im Nordwesten des Landes geschickt worden.

Die WHO hofft, dass der Ausbruch sich mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen von mehr als 480 Kontakten der möglicherweise Infizierten eindämmen lässt und nicht auf Nachbarländer übergreift.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Bei einem Ausbruch 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen.

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