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Ärzteschaft – 21.04.2017

Psychotherapeuten erhalten mehr Honorar für Gruppentherapien

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Berlin – Psychotherapeuten erhalten für Gruppentherapien ab Juli mehr Honorar. Darauf haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband geeinigt. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer. Damit steige das Honorar für Gruppentherapien im Durchschnitt um etwa 20 Prozent, heißt es von der KBV.

Die größten Zuwächse verzeichnen demnach sechs- und siebenköpfige Gruppen, die künftig mit rund 66 Euro beziehungsweise rund 60 Euro pro Teilnehmer bei einer 100-mi­nü­tigen Therapiesitzung vergütet werden (bisher: circa 44 Euro).

Die neue Vergütungssystematik erforderte laut KBV auch eine Anpassung des Einheit­li­chen Bewer­­­tungs­maßstabs (EBM). Wird darin bisher nur zwischen kleinen und großen Gruppen un­terschieden, gibt es ab Juli für jede Gruppengröße eine andere Vergütung. Zudem gibt es für die Abrechnung von Kurzzeittherapien, die in der Einzeltherapie durch­geführt wer­den, künftig zwei unterschiedliche Gebührenordnungspositionen (GOP) für die beiden 12-Stunden-Kontingente.

Die KBV wies darauf hin, dass ab Juli zudem Einzeltherapien, psychodiagnostische Test­verfahren und Struk­tur­zuschläge der Kassenärztlichen Vereinigungen auf neue Numm­ern umgestellt werden. Die bisher gültigen Gebührenordnungspositionen werden mit der Umstrukturierung des Abschnitts 35.2 gestrichen. Die Abrechnung darf dann nur noch mit den neuen GOP erfolgen.

© hil/sb/aerzteblatt.de

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