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Ausland – 19.04.2017

Helfer im Südsudan warnen vor Krankheitsausbrüchen

Juba – In dem von einer Hungersnot geplagten Südsudan warnen Helfer wegen der an­stehenden Regenzeit vor Krankheitsausbrüchen. Schlechte sanitäre Bedingungen be­güns­tigten etwa die Verbreitung von Parasiten, teilte die Hilfsorganisation „Save the Chil­dren“ heute mit. Die ohnehin schlechte Gesundheitsversorgung werde in dem ostafri­ka­ni­schen Krisenstaat nun noch schwieriger. Durchfall- und Harnwegserkrankungen gehör­­ten zum Alltag, sagte ein Arzt einer Notfalleinheit der Organisation in dem abge­le­genen Ort Mayendit im Norden des Landes.

Der „Save the Children“-Landesdirektor im Südsudan, Pete Walsh, beschrieb den Ort als „bestes Beispiel für eine menschengemachte Katastrophe“. Die Vereinten Nationen hatten im Februar für Teile des Südsudans eine Hungersnot erklärt. 100.000 Menschen sind demnach unmittelbar vom Hungertod bedroht, eine Million weitere stehen kurz da­vor. Malaria bleibe weiterhin eine der häufigsten Todesursachen, teilte die Weltgesund­heits­organisation zuvor mit.

Ende 2013 war in Folge eines Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und dessen damaligem Stellvertreter Riek Machar ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Zehntausende sind der Gewalt bislang zum Opfer gefallen, rund 3,5 Millionen Menschen – fast jeder Dritte Südsudanese – sind wegen der Kämpfe geflohen.

© dpa/aerzteblatt.de

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