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PJane – 06.10.2016

„Bitte noch einmal hier unten links“: Den ersten Arbeitsvertrag unterschreiben

Unter den doch einigen Kliniken, die ich mir angesehen hatte, gab es eine, bei der ich direkt ein gutes, ein Stück weit besseres Gefühl hatte als bei den anderen. Dafür hatten viele kleine Gründe und, ehrlich gesagt, wahrscheinlich auch einfach Intuition gesorgt. Endlich! Da war es, das richtungsweisende viel zitierte Bauchgefühl.

Ein paar Tage später kam ich wieder, um meinen Arbeitsvertrag zu unterzeichnen. Ich bekam vieles sehr genau und vor allem unglaublich freundlich erklärt und fühlte mich gut aufgehoben.

„Ist aufregend, so der erste Vertrag, oder?“, wurde ich lächelnd gefragt. Ja. Das ist es. Neben den vielen Selbstverständlichkeiten, die man unterschreibt (Schweigepflicht, Hygiene, Datenschutz), kommt man nicht umher zu denken: Uff. Du stehst bald da. Als Ärztin. Und entscheidest. Es ist ein Punkt im Leben, auf den man lange hingearbeitet hat, und vor dem man – wenn er dann da ist – viel Respekt hat.

Trotzdem verließ ich die Klinik mit einem Lächeln, das auf dem Parkplatz noch anhielt – und erhielt wiederum selbst ein Lächeln von einer Dame, die gerade auf dem Weg ins Krankenhaus war. Ich weiß nicht, ob sie dachte, meine Schwester hätte gerade ein Kind bekommen oder, dass jemand aus der Familie als Patient eben eine erlösende Nachricht erhalten habe (alles triftige Krankenhausgründe, um sich zu freuen!): Nein, ich hatte nur meinen Vertrag unterschrieben. Und konnte es selbst nur ein Stück weit glauben.

Was sind eure Anfänger-Tipps? Teilt sie gerne in den Kommentaren!

Überzeugt, dass sie nun auch nachts fließend unten links unterschreiben kann,

grüßt Euch herzlich

die PJane.



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