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Dr. werden ist nicht schwer... – 06.07.2016

Kein Märchen für 1001 Nacht

Letztendlich überwogen meine Bedenken die verlockenden Aussichten eines vermittelten Engagements in der arabischen Welt. Vor allem aber hatte ich Zweifel an der Seriosität des Vermittlungsunternehmens.

Wenn sie durch eine erfolgreiche Vermittlung von mir mindestens 20.000 Euro innerhalb eines Jahres verdienen, warum sollte ich dann mit gut 1.000 Euro für den administrativen Aufwand in Vorleistung treten? Warum sollte ich einen Vertrag unterschreiben, der mir für den Fall einer durch mich gescheiterten Vermittlung eine Vertragsstrafe von 30.000 Euro androht? Warum hat der Chef der Consultingfirma, die seinen Namen trägt, keinen Vornamen?

Und der Aspekt, der mir den Oberbauch am meisten verzieht: Will ich wirklich meine Beziehung einer derartigen Probe unterziehen? Sollte ich mich nicht von meinem Anker halten lassen, der mir in meiner bisherigen Odyssee fehlte?
Geht besser nicht in den Orient,

Euer Anton Pulmonalis


Leserkommentare

Staphylococcus rex am Donnerstag, 7. Juli 2016, 21:52
Finger weg!!!
Eine seriöse Personalvermittlung (umgangssprachlich Headhunterfirma) finanziert sich ausschliesslich über den Auftraggeber. Kassiert wir bei Abschluss eines Arbeitsvertrages, vom Hörensagen kann die Gebühr für die erfolgreiche Vermittlung durchaus ein halbes Jahresgehalt betragen.

Gebühr und Vertragsstrafe klingen für mich nicht wie Risikoabsicherung sondern wie das eigentliche Geschäftsmodell.

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