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Gesundheit – 09.05.2016

American Doll: Puppe hat Typ 1-Diabetes

Der Typ-1-Diabetes, der sich früher meist im Teenageralter manifestiert, tritt zunehmend auch bei Vorschulkindern auf. Dies hat auch der amerikanische Spielzeughersteller Mattel erkannt. Seit kurzem hat er ein „Diabetes Care Kit“ für seine Puppe „American Doll“ im Angebot.

Es enthält einen Blutzuckermonitor und Lanzette (hoffentlich stumpf), eine Insulin-Pumpe, die der Puppe um die Hüfte geschnallt werden kann. Für Puppen, die keine Insulin-Pumpe verschrieben bekommen haben, steht auch ein Insulin-Pen zur Verfügung. Es gibt ein Armband (wofür auch immer), ein Notizbuch zum Eintragen der Blutzucker-Werte und Blutzuckertabletten (die beim Typ-1-Diabetes eigentlich nicht benötigt werden). Alle Utensilien können in einem kleinen Täschchen verstaut werden, damit das Püppchen trotz seiner Erkrankung auch auf Reisen gehen kann.

Laut einem Bericht der New York Times geht die Produktidee nicht vom Hersteller aus. Anja Busse, ein heute 13-jähriges Mädchen, hatte vor zwei Jahren auf change.org eine Petition gestartet. Allzu viel Überzeugungsarbeit war offenbar nicht notwendig. Nach 4.335 Unterschriften willigte Mattel ein. Für 24 Dollar und ab dem Alter von 8 Jahren können Kinder mit Typ-1-Diabetes (oder besser deren Eltern) das „Diabetes Care Kit“ kaufen. Nach den ersten Bewertungen zu urteilen, kommt das Produkt bei den Kindern gut an.


Leserkommentare

Lego91 am Freitag, 13. Mai 2016, 20:06
Armband
Das Armband könnte als Notfallarmband gedacht sein. Meines Wissens nach gibt es diese Art von Armbändern gerade für Kinder. Da steht die Art der Erkrankung und z.B. Kontaktdaten der Eltern drin.


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