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Dr. werden ist nicht schwer... – 27.04.2016

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da (Teil 2)

Seit ich in der Schweiz arbeite, habe ich im Nachtdienst ein Problem, das ich vermutlich im Vergleich zu meinen deutschen Diensterfahrungen als Luxusproblem bezeichnen würde:

Soll ich im Dienst schlafen oder nicht?

Nachdem ich es eine Zeit lang probierte, jede Minute ins Bett zu kriechen und am Tag etwas zu unternehmen, was durchaus seinen Reiz hatte, bin ich mitterweile davon abgekommen. Das permanente Gewecktwerden schlaucht nämlich genauso wie ich es aus Deutschland kenne und eine Woche lang nicht vernünftig durchzuschlafen ist beinahe sogar schlimmer als nur ab und an Dienst zu haben. Zudem fühle ich mich einfach recht unbrauchbar und auch reichlich ungepflegt, wenn ich direkt aus dem Bett in den Notfall muss.

Mittlerweile stelle ich meinen Rhythmus komplett um. Das ist nicht nur über die Woche gesehen erholsamer, sondern hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: man erachtet mich als angenehmeren Dienstkollegen, weil ich schneller verfügbar bin und seltener über den Sinn von Anrufen hadere.

Ist zumindest für den Moment recht glücklich, wenn er Nachtdienst hat,

Euer Anton Pulmonalis


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