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Dr. werden ist nicht schwer... – 03.03.2016

Den Schweizern die Schweiz lassen

Ich staune wahrlich oft über das Mitteilungsbedürfnis mancher Mitglieder der sogannten sozialen Medien. Doch manchmal nervt es mehr, als es erstaunt. Mittlerweile mache ich es so: wer es mit seinem Mitteilungsdrang übertreibt, dessen Benachrichtigungen stelle ich ab oder entferne ihn aus meinem Netzwerk.

Neulich musste ich abermals staunen. Da rief eine mir bekannte Ärztin, die gleichermassen wenig im Verdacht steht, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu besitzen, wie eine Kriminelle zu sein, zum Abstimmen gegen die in der Schweiz zuletzt oft diskutierte und letztendlich abgelehnte Durchsetzungsinitiative auf. Nicht nur das. Sie benutzte gar Ausdrücke wie "Menschenrechte" und "Schwächung des Rechtsstaats". Sie forderte gar, "ein klares Zeichen zu setzen".

Nachdem meine Freundin (die zwar Schweizerin, aber keine Kriminelle ist) und ich erstmal herzhaft gelacht hatten und uns danach wieder mal einig waren über besagte Kollegin, die Ausschweifungen in besagten Netzwerken sowie in unserer Haltung gegenüber besagter Initiative, fragte ich mich, ob wir Deutsche so etwas in der Schweiz überhaupt machen sollten oder gar dürfen...

Wie würden wir es in Deutschland finden, wenn Menschen, die vor kurzem zugewandert sind, kein Stimmrecht haben und deren Arbeitskraft mehr willkommen ist, als ihre Art zu reden, uns auffordern würden, ein politisches Zeichen für Menschenrechte und den Rechtsstaat zu setzen? Würden wir Deutsche nicht denken/sagen: "Was geht die das an?".

Schämte sich fremd, blockierte zukünfitge Benachrichtigungen von dieser Kollegin und fragt sich nun, ob es angemessen ist, auf "unfriend" zu klicken,

Euer Anton Pulmonalis


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