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Gesundheit – 14.08.2015

Musik fördert Erholung nach Operation

In der letzten Woche haben britische Forscher gezeigt, dass laute Musik im Operations­saal die Kommunikation der Chirurgen im Operationssaal verschlechtert und möglicherweise sogar die Fehlerrate erhöht. Den Patienten dagegen kann die Musik helfen, die Leiden der Operation besser zu überstehen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Meta-Analyse, für die Elizabeth Ball von der Queen Mary University of London die Ergebnisse aus 73 randomisierten klinischen Studien ausgewertet hat. Die Ergebnisse sind eindeutig. Musik verminderte nicht nur die Angst, auch die postoperativen Schmer­zen und der Schmerzmittelkonsum wurde vermindert. Patienten, die vor, während oder nach der Operation Musik hören, waren am Ende auch zufriedener mit ihrer Behandlung.

Dass Musik positive Auswirkungen auf den Körper hat, ist nicht neu. Zwei frühere Meta-Analysen der Cochrane Collaboration hatten ergeben, dass Musik die Stressreaktion auf eine mechanische Beatmung abschwächt und bei Herzinfarktpatienten den systolischen Blutdruck senkt, was sich nur günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Die Wirkung lässt sich allerdings nicht aus den rhythmischen und melodischen Eigen­schaften der Musik ableiten. Frühere Erfahrungen und Erwartungen dürften eine größere Bedeutung haben. Für Liebhaber von Techno können die stampfenden Rhythmen durchaus eine beruhigende Wirkung haben, während sie barocke Orgelmusik möglicherweise als unerträgliche Tortur erleben. 

Es dürfte deshalb keine gute Idee sein, Krankenzimmer und Stationen zentral über Lautsprecher zu beschallen. Kopfhörer sind eine sinnvollere Lösung. Und da heute jedes Smartphone in der Lage ist, mp3 oder aus dem Internet gestreamt Musik zu spielen, muss über Geschmack im Krankenhaus nicht gestritten werden.



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