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Gesundheit – 02.03.2015

WHO: 1,1 Milliarden Menschen hörgefährdet durch laute Musik

Die Folgeschäden von Lärm und lauter Musik werden weitgehend unterschätzt. Schon 15 Minuten bei einer Lautstärke von 100 dB führen zu dauerhaften Innenohrschäden. Beschäftigte sollten am Arbeitsplatz keiner Belastung von mehr als 85 dB ausgesetzt sein. Jugendliche sollten nicht länger als eine Stunde am Tag laute Musik hören. Den Lautstärkeregler sollten sie auf höchstens 60 Prozent der maximalen Lautstärke stellen.

Diese Ratschläge, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des International Ear Care Day ausgibt, dürften vor allem bei Jugendlichen auf taube Ohren stoßen. Die mp3-Player, die sich heute in (fast) jedem Mobiltelefon befinden, haben das Musikhören unterwegs erleichtert. Moderne Kopfhörer halten den Schall von Mitreisen­den fern, liefern aber häufig einen zu hohen Schalldruck für die eigenen Ohren. In den USA ist der Anteil der Teenager mit Hörstörungen von 3,5 Prozent in 1994 auf 5,3 Prozent in 2006 gestiegen.

Die meisten Jugendlichen sind beratungsresistent, da sie die Schäden nicht gleich bemerken. Doch die Schäden an den Haarzellen im Corti-Organ sind irreversibel und kumulativ. Das bedeutet, dass die Lärmschäden in der Jugend sich erst später bemerkbar machen, wenn die Hörleistung altersbedingt nachlässt. Nach Schätzungen der WHO leiden weltweit 360 Millionen Menschen unter ausgeprägten Hörstörungen. Nicht weniger als 1,1 Milliarden Menschen seien hörgefährdet.



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