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Gesundheit – 21.01.2015

Paare verhalten sich nur gemeinsam gesund

Ärzte, die einen Patienten von einer gesünderen Lebensweise überzeugen wollen, sollten unbedingt den Lebenspartner zum Gespräch hinzuziehen. In einer britischen Kohortenstudie waren Rauchstopp, körperliche Bewegung oder eine Gewichtsabnahme häufiger erfolgreicher, wenn der Lebenspartner die Änderung der Lebensweise mittrug.

Am deutlichsten war der Unterschied beim Rauchstopp. Wenn Männer dies allein versuchten, gelang dies nur in 8 Prozent der Fälle. Wenn die Ehefrau ebenfalls einen Versuch startete, war der Mann zu 48 Prozent erfolgreich. Auch Frauen gelang es häufiger, das Rauchen aufzugeben, wenn ihr Mann ebenfalls einen Versuch startet (8 und 50 Prozent).

Auch Jogging oder andere sportliche Aktivitäten machen Partnern zu zweit mehr Spaß. Allein hielten es nur ein Viertel der Männer und Frauen (26 und 14 Prozent) durch. Wenn der Partner mitzog, änderten zwei Drittel (67 und 66 Prozent) ihr Bewe­gungsverhalten.

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Wenn ein Partner allein auf Diät gesetzt wird, schaffen nur 10 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen eine Gewichtsreduktion. Wenn der Partner ebenfalls Diät betreibt, erreichen 26 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen eine Gewichtsabnahme.

Die gemeinsame Handlung ist dabei wichtiger als ein Vorbild. Männer, deren Frauen schon immer Nichtraucher waren, schaffen die Abstinenz seltener als wenn beide einen Rauchstopp versuchen. Auch der Anblick eines schlanken Lebenspartners ist kein gutes Motiv zur Gewichtsreduktion. Die Erfolgschancen steigen, wenn beide sich im Essen zurücknehmen müssen.



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