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Gesundheit – 05.08.2014

Tageslicht für das Pflegepersonal die beste Medizin

Krankenhäuser werden häufig nach rein funktionalen Gesichtspunkten geplant. Kurze Wege zwischen den Krankenstationen und den diagnostischen und therapeutischen Abteilungen schaffen häufig eine gedrängte Architektur, bei der leicht das natürliche Tageslicht ausgesperrt wird. Viele Angestellte verbringen den Arbeitstag mehr oder weniger unter Kunstlicht, was nach einer US-Studie negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Pflegepersonals hat und sogar die Sicherheit der Patienten gefährden könnte.

Rana Zadeh vom Health-Design Innovations Lab der Cornell Universität in Ithaca im US-Staat New York hat zwei Krankenstationen verglichen. Auf beiden betreuten die Krankenschwesten Akutpatienten. Die Arbeitsbedingungen waren die gleichen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass eine Station mit großen Fenstern ausgestattet war, über die Tageslicht in den Arbeitbereich des Pflegepersonals eindrang.

Auf der anderen Station sorgte Kunstlicht für die notwendige Beleuchtung. Der Vergleich zeigte, dass die Krankenschwestern in der mit natürlichem Licht ausgeleuchteten Station einen niedrigeren Blutdruck und tendenziell höhere Sauerstoffwerte im Blut hatten. Sie wirkten kommunikativer und fröhlicher, schreibt Zadeh.

Die Schwestern, die unter Kunstlicht arbeiteten, waren müder und ihre Stimmung war getrübter. Natürliches Licht senkte die Herzrate und den Koffeinkonsum, und Zadeh will auch eine niedrigere Rate von Medikationsfehlern gefunden haben. Die Art der Beleuchtung auf der Krankenstation könnte deshalb nicht nur das Klima auf der Station beeinflussen, sonden auch die Gesundheit der Patienten.


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