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Das lange Warten – 18.07.2014

Vierstündige Dialyse in Portugal

Wie im letzten Blog bereits beschrieben, stellte sich für Paul Behrend die Suche nach einem Dialyseplatz im Urlaub als schwierig heraus. Über Diaverum, einen Anbieter von Versorgungsdienstleistungen in der Nephrologie und Dialyse, sei es ihm dann schließlich gelungen, einen Dialyseplatz zu finden, der allerdings wie bereits beschrieben, 30 km von seiner Unterkunft entfernt gelegen hätte. Doch jetzt, kurz vor Antritt der Reise, habe man einen Dialyseplatz in einem Krankenhaus ganz in der Nähe seiner Unterkunft gefunden, „das mir auch zusagte.

Allerdings wurden mir dann immer wieder E-Mails mit irgendwelchen Änderungen zugeschickt. Mal sollte ich in die Nachtschicht, mal sollte ich frühmorgens kommen.“ Die Nachtschicht habe er dann rundweg als unzumutbar abgelehnt. „Jetzt werde ich abends um 18 Uhr dialysieren, jedoch nur vier Stunden lang, also deutlich kürzer als in Deutschland. Davon werde ich nicht sterben, aber einfach ist das nicht, weil ich meine Trinkmengen dann noch besser reglementieren und mit dem Essen noch mehr aufpassen muss. Das ist ja gerade im Urlaub nicht so schön.“

Bisher hätte er im europäischen Ausland mit Hinweis darauf, dass die Dialysezeit in Deutschland für ihn sechs Stunden betrage, immer jeweils fünf Stunden dialysiert. In Portugal sei das aber bedauerlicherweise nicht möglich. Sein hiesiger Nephrologe habe aber grünes Licht gegeben. In anderen Ländern sei die Dialyse in der Regel kürzer als in Deutschland, berichtet Behrend. „Die fahren dann mit einem höheren Blutfluss, was für die Gefäße nicht so gut ist, weil sie einem höheren Druck ausgesetzt sind.“

Behrends Kalziumwerte, die sich nach der Operation verschlechtert hatten, würden sich übrigens langsam wieder verbessern, so dass er hoffe, „nach seinem Urlaub wieder auf der Transplantationsliste zu stehen und für eine Transplantation infrage zu kommen. Mein Arzt will nach dann meine Laborwerte erheben und mit dem Transplantationszentrum Kontakt aufnehmen.“


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