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Das lange Warten – 26.06.2014

Komplikationen nach der letzten Operation

Paul Behrend hatte sich nach der Entfernung seiner Paratschilddrüsen Hoffnung gemacht, bald wieder auf die Transplantationsliste zu gelangen. Doch inzwischen ist er wieder etwas desillusioniert, berichtet er. „Mein Hormonhaushalt war ja völlig durcheinandergeraten. Das hatte unter anderem zur Folge, dass meine Gefäße kalzifizierten und die Knochen unterversorgt waren. Nach der Operation hat sich der Kalziumhaushalt dann zunächst normalisiert. Jetzt können sich meine Knochen wieder Kalzium aus dem Blut zurückholen.“

Der Nachteil dieser durchaus positiven Entwicklung sei aber, dass das Blut mit Kalzium unterversorgt sei, was im Extremfall zu Krämpfen führen könnte. Die Finger würden sich dann wie eine Kralle zusammen­ziehen. „Die kriegt man dann nicht mehr auf, und das kann sehr, sehr schmerzhaft sein.“ Soweit sei es bei ihm jedoch noch nicht gekommen, weil, wie er schon im letzten Blog berichtete, Behrend immer eine Kalziumampulle mit sich führt.

Wenn er Sport treibt und ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Beinen und Armen verspürt, hebt er den Kalziumspiegel mit Hilfe dieser Kalziumampulle wieder an. Behrend hatte zunächst gedacht, „das ist eine Sache von zwei, drei Wochen. Dann ist das erledigt. Jetzt weiß ich, dass es noch eine Weile dauern kann und ich mich in Geduld fassen muss“. Behrends Kalziumwerte liegen inzwischen in der Regel bei 0,9 oder 0,85 mmol/l. Sie müssten aber ohne künstliche Zufuhr dauerhaft bei 1 liegen. Behrends Fazit: Es sieht zurzeit nicht nach einer schnellen Rückkehr auf die Transplantationsliste aus.


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