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Studierender Blick – 18.03.2014

Helden der Vorstadt

In gesundheitspolitischen Diskussion heißt es immer häufiger, man suche nach Landärzten. Doch was ist mit dem Bild eines Arztes in der Vorstadt geschehen? Vorstadtärzte sind oft jene, die die unmittelbare Behandlung von chronisch Kranken verfolgen, einen sehr großen Radius an Klientel bedienen und einen 24-Stunden Job leisten – auch mal oft im Supermarkt angesprochen oder in der Nacht geweckt werden.

Ich glaube, wir konnten unsere Studierenden noch nicht von diesem Bild überzeugen, da sie dazu ermuntert werden, in den tiefen Peripherien zu praktizieren. Es werden sich auch Studierende finden, die echte Landärzte werden. Doch der Wiederaufbau eines solchen Bildes ist ein gradueller Prozess, der mit Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an der Universität beginnt und einen Schlenker über wertvolle Ausbildungspraxen in den Vorstädten macht.

Man sollte auch überlegen, wie man die Arbeit eines Generalisten darstellt: Schnupfen, Husten, Kopfschmerz. Schließlich ist der häufigste Grund zum Studienbeginn eine intrinsische Neugier nach den Hintergründen herkömmlicher Dinge. Zugegebenermaßen verliert man eben diese herkömmlichen Dinge nach sechs Jahren tiefenakademischer Denkart etwas außer Augen. Aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.


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