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Gesundheit – 13.03.2014

Neue Hüfte für über 90-Jährige?

Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass auch hochbetagte Patienten sich mit Hüftbeschwerden beim Orthopäden vorstellen. Das American Joint Replacement Registry (AJRR) verzeichnete im letzten Jahrzehnt (April 2001 bis Dezember 2011) nicht weniger als 183 Patienten, die mit 90 oder noch älter erstmals mit einer Totalendoprothese der Hüfte versorgt wurden.

Die Auswertung, die Alexander Miric, Los Angeles, und Mitarbeiter auf der Jahrestagung der American Academy of Orthopaedic Surgeons in New Orleans vorstellen, zeigt, dass die Versorgung in diesem Alter nicht ohne Risiken ist. Viele Patienten hatten ausgedehnte periphere arterielle Gefäßerkrankungen, eine arterielle Hypertonie und/oder Herzklappenerkrankungen, die das Operationsrisiko erhöhen.

 Eine Folge der Multimorbidität (66,1 Prozent hatten einen ASA-Score von 3 oder mehr) war ein erhöhtes Sterberisiko: 2,7 Prozent der Patienten starben innerhalb der ersten 90 Tage nach der Operation, gegenüber 1,3 Prozent bei den 80- bis 89-Jährigen und 0,2 Prozent in der Altersgruppe unter 80 Jahre. Auch die Rate der Re-Hospitalisierungen war mit 15 Prozent (versus 10,5 Prozent und 6,8 Prozent) deutlich erhöht, so dass die Indikation sorgfältig gestellt werden sollte.

Wenn sich die Patienten allerdings noch in einem akzeptablen Allgemeinzustand befinden (und das Hüftgelenk ihre Lebensqualität verbessern kann), spricht nach den Daten des US-Registers nichts gegen eine Operation. Interessanterweise scheinen die Operationsrisiken, die bei jüngeren Patienten im Vordergrund stehen (Infektionen, tiefe Venenthrombose und Lungenembolie) im Alter nicht weiter zuzunehmen.


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