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Dr. werden ist nicht schwer... – 19.12.2013

OP-Zahlen weiter rückläufig

Mittlerweile habe ich wieder den Blues. Meine OP-Einsätze beschränken sich auf Notfalleingriffe, wenn ich Dienst habe. Und Oberärzte, die spät notfallmäßig operieren, erklären ungern und lassen einen erst recht nichts machen. Etwas zynisch mutete es an, dass ich zuletzt wiederholt nach Nachtdiensten für kleine Eingriffe eingeteilt worden war. Diese waren übrigens derart klein, dass sich vielleicht ein PJler darüber gefreut hätte.

Ich werde das Gespräch suchen. Ich werde fragen, wie man die nähere Zukunft mit mir plant und wie man sich meine Ausbildung vorstellt. Sollte sich meine Befürchtung bestätigen, werde ich meine Alternativen konkreter verfolgen müssen.

Wünscht dennoch allen ein frohes Fest,

Euer Anton Pulmonalis 


Leserkommentare

EEBO am Donnerstag, 26. Dezember 2013, 11:47
HWS, auch bekannt als DKP - Drangvolle Klinik-Promiskuität.
Hach ja, diese Mischung aus vollkommen fehlender Frustationstoleranz in Verbindung mit der Bockigkeit eines verzogenen Kleinkindes bei gleichzeitiger Selbstüberschätzung und Oberarztattitüde, mit einem einem Wort also ein besonders schwerer Fall von Unreife - das schafft wirklich nur A.P. in seinem Blog so schön herauszuarbeiten!
elisse am Montag, 23. Dezember 2013, 13:39
HWS
Häufig Wechselnder Stellenverkehr
LuckylukeAC am Montag, 23. Dezember 2013, 00:40
Laufbahn
Hallo Anton,

ich lese Deinen Blog mit viel Interesse, habe aber ehrlich gesagt ein
wenig den Überblick verloren, wie Deine bisherige Laufbahn ausgesehen hat.
Könntest Du evtl. nochmal kurz auflisten, was das für Häuser waren in denen
Du bisher gearbeitet hast? (Natürlich nix Genaueres, aber vllt. so nach dem Motto
a) Kantonsspital, Schweiz
b) kleines kirchliches Haus
c) Maximalversorger (Kette)
d) großes kommunales KH
etc...

würd´ mich sehr interessieren! Besten Dank schonmal
Andreas Skrziepietz am Sonntag, 22. Dezember 2013, 18:32
Fällt HWS nicht irgendwann mal im Lebenslauf auf?
Halswirbelsäule?

es herrscht ärztemangel, besonders in den operativen fächern. den zuhältern steht das wasser bis zum hals, weil männliche muttersprachler in den operativen fächern extrem selten sind. er kann seine stelle so oft wechseln, wie er will, sie müssen ihn nehmen, weil sie dankbar sein müssen für jeden volltrottel, der sich das noch antut. wem das nicht gefällt, der darf sich bei Prof. Montgomery bedanken.
elisse am Sonntag, 22. Dezember 2013, 15:40
Generation Z?
Fällt HWS nicht irgendwann mal im Lebenslauf auf?

mfg, el
EEBO am Sonntag, 22. Dezember 2013, 15:14
Anmerkungen
Zugegeben, der alltägliche Routinekram fällt oftmals nicht unter die Kategorie "viel Feind, viel Ehr", sondern eher unter "Kleinkrieg".
Und auch ich glaube, einen gesunden Ehrgeiz zu besitzen und zu versuchen, alle Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten auszuschöpfen.
Trotzdem : Eine Facharztausbildung zum Chirurgen dauert 72 Monate, zumindest, seitdem ich das letzte Mal in der Muster-WbO nachgelesen habe. Warum will Pulmonalis die Zeit anscheinend auf ein gefühltes Achtel verkürzen? Außerdem - sicher gibt es mehr als einen AiW in der Klinik, in der er arbeitet - die müssen doch sicher auch mal operieren dürfen, um ihren Katalog voll zu bekommen? Könnte die aktuelle Problematik nicht einfach darin begründet liegen?
Aber natürlich gibt es immer noch andere Arbeitsmöglichkeiten, wie z.B. die Aktenschmierei beim MdK. Vielleicht hilft ja mal eine Berufsmesse, wie sie vom Ärzteblatt regelmäßig angekündigt wird, unserem Nörgler (sehr deutsch übrigens...) auf die Sprünge.

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