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Das lange Warten – 20.11.2013

Der Umgang mit der Krankenkasse

Paul Behrend ist durchweg mit seiner Krankenkasse zufrieden. „In den vielen Jahren meiner Krankheit habe ich sie meistens als zuvorkommend empfunden.“ Man müsse allerdings darauf achten, dass man es mit Sachbearbeitern zu tun habe, die sich mit Dialyse auskennen würden. „Wenn man das nicht tut, können furchtbare Sachen passieren“, berichtet Behrend. Eine Sachbearbeiterin habe beispielsweise einmal gefragt, ob er denn im Urlaub überhaupt eine Dialyse benötige.

Als Dialyse-Patient habe man naturgemäß häufigen Kontakt mit der Kasse ­ da gehe es beispielsweise um die Befreiung von Zuzahlungen, um die Finanzierung von Urlaubsdialysen und vieles andere mehr. Auch bei Rehamaßnahmen sei die Krankenkasse hilfreich. Diese würde zwar bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt, doch die Kassen könnten einen beraten und Unterlagen zur Verfügung stellen. „Aber auch dabei ist es wichtig, einen persönlichen Ansprechpartner zu haben“, betont Behrend.

Von Bedeutung seien die Krankenkassen außerdem bei allen Fragen des Transports. Nach einer Dialyse sollte man nämlich nicht Auto fahren. Die meisten Patienten würden mit einem Taxi gebracht und geholt, schwerkranke benötigten einen Krankenwagen. Das klappe in der Regel ebenfalls sehr gut.

Als Dialysepatient befinde man sich häufig in einer Grauzone, meint Behrend. So würde ihm die Kasse zwei Stunden pro Woche für die Dialyse als Krankheit gutschreiben. Doch Behrend befürchtet, dass dies negative Auswirkungen auf seine Rentenansprüche haben könnte. „Deshalb habe ich mich dafür entschieden, darauf zu verzichten, solange es nicht unbedingt nötig ist.“ Aber grundsätzlich begrüßt er das Entgegenkommen seiner Kasse in solchen Dingen.

„Ich würde mir wünschen, dass die mit dem schwierigen Fall Paul Behrend auch weiterhin so gut umgeht“, wünschte er sich abschließend.


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